Der Kreis als Universalzeichen

Alexandra Hofmeister

Der Kreis als Universalzeichen

Eine fächerübergreifende kunstpädagogische Untersuchung

Kunst und Bildung, hg. von Carl-Peter Buschkühle, Joachim Kettel und Mario Urlaß, Bd. 7

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1. Auflage 2011, 118 Seiten
mit 40 meist farbigen Abb.,
Broschur 15,8 x 23,5 cm
ISBN: 978-3-89896-437-1

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Ein Kreis ist nicht gleich ein Kreis!
Ziel der vorliegenden Untersuchung  ist es, diese These zu belegen, indem ausgehend von unterschiedlichen Systemkontexten verschiedene Vorstellungen und Interpretationen von Kreis gesucht und vorgestellt werden. Der Kreis bleibt dabei jedoch nicht nur Untersuchungsgegenstand, sondern wird zum schlüssigen Bild für eine Untersuchungsmethode, bei der immer wieder neue Blickwinkel und Perspektiven aus den unterschiedlichsten Disziplinen und Fächern auf das Phänomen »Kreis« eingenommen und gegeneinander kontrastiert werden. Durch diese Gegenüberstellung ergibt sich ein pädagogisches Modell, welches über das in Schule und Unterricht zurzeit gängige Spiralcurriculum hinausgeht, da es speziell den fächerverbindenden Unterricht miteinbezieht.
Die Autorin möchte mit diesem Buch nicht nur Ideen für fächerverbindenden Unterricht geben, sondern auch die Bedeutung und die Möglichkeiten des Faches Kunst in Schule und Unterricht herausarbeiten. Gleichzeitig soll dieses Buch alle Leserinnen und Leser dazu ermutigen – egal ob im Alltag oder in Vorbereitung auf den (Kunst-)Unterricht – den eigenen Blick auf alltägliche Phänomene zu erweitern, neue Sichtweisen einzunehmen und Zusammenhänge zu entdecken, um so der Komplexität der Welt ein Stück näher zu kommen.

 


 

 
Interview mit der Autorin
 
Drei Worte zum Kreis …
Alexandra Hofmeister: Aufregend, unendlich, überraschend.
Sind alle Kreise gleich?
A. H.: Nein.
Warum nicht?
A. H.: Weil sie es eben nicht sind! Was ist denn ein Kreis? Fragen Sie mal einen Mathematiker, dann einen Textdesigner, einen Künstler, einen Zen-Buddhisten, einen Anthropologen, einen Biologen usw. Sie werden sehen, dass sie da keine eindeutigen Antworten erhalten werden.
Sie sprechen die unterschiedlichen Sichtweise etwa von Mathematikern und Künstlern auf das Thema an. Da stellt sich die Frage, wie diese unterschiedlichen Disziplinen zusammen arbeiten sollen.
A. H.: Die Zergliederung der uns täglich umgebenden Komplexität in Disziplinen setzt bereits in der Schule an. Das ist sicherlich auf der einen Seite sinnvoll und verständlich. Aber es ist meiner Meinung nach unverantwortlich, diese Zergliederung nicht in Frage zu stellen und aufzubrechen. Schule soll doch ein Ort sein, an dem die Schüler auf das Leben vorbereitet werden sollen. Das kann allerdings nicht gelingen, wenn man die einzelnen Disziplinen losgelöst aus dem komplexen Kontext der Wirklichkeit vermittelt.
Wie könnte man denn in diesen Bereichen eine Verbesserung erzielen?
A. H.: In der Schule sollte verstärkt versucht werden, fächerverbindend zu arbeiten. Das muss nicht immer gleich bedeuten, dass man verschiedene Unterrichtsstunden zusammenlegt und mehrere Lehrer ein Projekt betreuen; was natürlich der Idealfall wäre. Es würde schon reichen, wenn die Lehrpläne der einzelnen Fächer stärker aufeinander abgestimmt wären oder sich zumindest die einzelnen Fachlehrer untereinander mehr unterhielten.
Ich hoffe, dass mein Buch Anregungen geben kann, wie einzelne Disziplinen miteinander verbunden werden können. Gleichzeitig soll es Mut machen, den Blick auch mal schweifen zu lassen und sich mit Themen zu beschäftigen, für die man nicht bereits Spezialist ist.
Hat sich diese Form, das Alltägliche, vermeintlich Bekannte zu betrachten, auch auf ihr Privatleben ausgewirkt?
A. H.: Definitiv. Ich habe zum Beispiel angefangen, eine Fotosammlung zum Thema anzulegen, die auch in dem Buch dokumentiert ist. Die Idee erscheint zwar simpel, aber letzten Endes führt das doch zu einer sehr intensiven Auseinandersetzung mit den Dingen, die uns täglich umgeben. Das hat auch dazu geführt, dass ich mich generell bemühe möglichst viele Perspektiven auf eine Sache einzunehmen und nach weiteren Sichtweisen suche. Oft wird man sehr überrascht und kann mit Klischees aufräumen.
Konnten Sie sich nach Beendigung des Buches denn von dem Thema lösen?
A. H.: Nicht wirklich. Eine Loslösung funktioniert nicht so einfach. Ich suche noch immer nach Kreisen – sowohl auf begrifflicher als auch auf bildlicher Ebene – und stelle immer wieder erstaunt fest »Ach … so kann man das auch sehen.«
 

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