»Ich lerne sehen«

Anette und Peter Horn

»Ich lerne sehen«

Zu Rilkes Lyrik

Beiträge zur Kulturwissenschaft, Bd. 20

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1. Aufl. 2010, 300 Seiten,
Broschur 14 x 21 cm
ISBN: 978-3-89896-397-8

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›Theoria‹ bedeutet ursprünglich ›Schauen‹. Malte Laurids Brigge entdeckt eines Tages: »Ich lerne sehen«. Teilhard de Chardin sagt über das Neue in der Moderne, »daß Angst der Preis ist, den der moderne Mensch dafür bezahlt, daß er die Welt neu zu sehen lernt«. Dass Rilke immer wieder das Wort »schauen« (und seine Komposita) benutzt, hängt aufs Engste mit seiner Auffassung von der Beziehung zwischen Dichter und Welt zusammen. Das Auge ist Teil des Bewusstseins. Mit dem Begriff der ›Epiphanie‹ bezeichnet James Joyce ein plötzliches Sehen und Erkennen einer zunächst so nicht verstandenen Situation. Rilkes Weg vom Sehenlernen (z. B. bei Rodin und Cezanne) zum »Herzwerk« der späten Gedichte wird anhand einiger Gedichte als Stationen auf diesem Weg nachgezeichnet.
 
 

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