Maà oder MaÃlosigkeit

Doris Schuhmacher-Chilla, Julia Wirxel (Hg.)

Maß oder Maßlosigkeit

Kunst und Kultur der Gegenwart

Kunst und Kulturwissenschaft in der Gegenwart, hg. von Doris Schuhmacher-Chilla, Bd. 2

1. Auflage 2007, 320 Seiten mit 19 farb.
und 75 sw-Abb., Broschur 14 x 21 cm
ISBN: 978-3-89896-288-9

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Fragen zum Thema Maß oder Maßlosigkeit in der Kunst und Kultur der Gegenwart stellten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einer Tagung der Universität zu Köln. Im November 2006 knüpfte das Institut für Kunst und Kunsttheorie an die Tagung Im Banne der Ungewissheit (2004) an.

Der zweite Band der von Doris Schuhmacher-Chilla herausgegebenen Reihe Kunst und Kulturwissenschaft in der Gegenwart versammelt interdisziplinäre Beiträge zum Maß oder zur Maßlosigkeit, die ein überraschend breites Spektrum des Themas nachzeichnen.
Wird das moderne ästhetische Maß, das als Widerspruch potentieller kritischer Utopie Vernunft und Hoffnung zumindest in den »Figuren der Krise« versöhnte, abgelöst? Geht die Kunst darin auf? Ist alles maßlos? Oder hält man es mit Gordon Matta-Clarks Satz »You are the measure.« – der seinen anarchitektonischen Notizen entnommen ist? In der Kunst kennzeichnen unhierarchische und vielfältige Arbeitsweisen eine neue Komplexität. Ist diese nur dadurch gekennzeichnet, dass sie noch gewalttätiger, pornographischer, obszöner, ekelhafter, aber auch spielerischer, friedlicher, leichter, ironischer, passiver und idyllischer werden kann? Ist das, was wir gemeinhin als Maßlosigkeit bezeichnen, vielleicht ein neues Maß, das durch eine Maßverschiebung stattfindet? Ist vielleicht das Ästhetische in der Gegenwart der Ort, an dem das Maß mit der Maßlosigkeit vereint wird?

 

Die Beiträge:
Julia Bannenberg-Horst: Maß oder Maßlosigkeit. Zum Umgang mit Kunst aus der DDR

Johannes Bilstein: Die Proportionierlichkeit des Lebendigen

Holger Burckhart: Erlebte Kinderblicke – Globalisierte Welten. Von der Subjektivität der Wahrnehmung zur Intersubjektivität präsentierter Weltwirklichkeiten

Susanne Düchting: Kartografisches Ausmaß. Welt als Kunst

Hajo Eickhoff: Vermessene Kunst. Haus, Bild und Selbst

Lutz Ellrich: Im Übermaß: Hybris, Ekel, Sucht

Ursula A. Frohne: Maßlose Langeweile: Zur Produktivität von Passivität und Leere in Bruce Naumans Videoinstallation Mapping the Studio I (Fat Chance John Cage)

Renate Goldmann: Ikonen des Deliriums. Eine Anmerkung zu Kai Althoff und Jonathan Meese

Michael Parmentier: Kants Kriterium. Oder: Gibt es einen Maßstab für die Beurteilung von Kunst nach der Auflösung des Werkbegriffs?

Helga Peskoller: vermessen

Christoph Ribbat: Das Loch im Picasso, der Geist von Las Vegas

Jens Schröter: Das Bild hängt schief. Ein experimenteller Essay zu Loriots ästhetischer (Neg-)Entropie

Doris Schuhmacher-Chilla: Entstehen und Entziehen als ambivalentes Maß bei Caspar David Friedrich und Darren Almond

Julia Wirxel: Spucke, Teig und Heu. Unmaß und Maß bei Gabríela Fridriksdóttir

Jörg Zirfas: Kontingentes Maß und maßlose Kontingenz. Lebenskunst im Zeitalter der Ungewissheit

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