Die Stadt zum Sprechen bringen

Kirsten Winderlich

Die Stadt zum Sprechen bringen

Sprachwerke im öffentlichen Raum – Performative Annäherungen

Artificium – Schriften zu Kunst und Kunstvermittlung, hg. von Kunibert Bering, Bd. 22

1. Auflage 2005, 332 Seiten mit
92 sw-Abb., Broschur 15,8 x 23,5 cm
ISBN: 978-3-89896-234-6

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»[...] wodurch dieser hervorragenden, innovativen Arbeit von Kirsten Winderlich eine wegweisende Bedeutung sowohl in kunstwissenschaftlicher als auch in kunstpädagogischer Hinsicht zukommt.«
Georg Peez, BDK Rundbrief NRW, März 2006

Neben Texten, die informieren, für Werbung eingesetzt werden oder als Leitsystem fungieren, fallen heute noch andere Formen von Text im Stadtraum auf, und zwar Texte, die sich in Fassaden und Mauern einfügen, integraler Bestandteil der Architektur und des öffentlichen Raumes sind.

Das Besondere dieser Sprachwerke ist, dass diese nicht auf rein visuellem Wege zu erschließen sind, sondern von ihren Betrachtern eine Bewegung und damit eine körperlich-sinnliche Beteiligung beim Lesen einfordern. Die Sprachwerke oszillieren zwischen ortsbezogenem Werk und raumkonstituierender Aufführung, in der die Präsenz der Menschen, die Wahrnehmung und Erfahrung der Vorübergehenden auf besondere Weise Teil der Sprachwerke und damit zu einem bewusst erlebten Geschehen des öffentlichen Raumes werden.
Für die Untersuchung der Sprachwerke und ihres Wirkungspotentials hat Kirsten Winderlich ein induktives, ästhetisch-qualitatives und künstlerisches Verfahren entwickelt. Dieses Verschriftlichungsverfahren, das sich medialer Montageverfahren bedient, hat die Autorin exemplarisch an Kunstwerken und Orten in Berlin angewendet. Das Ziel war, mit Hilfe der Verschriftlichungsprozesse, gekoppelt an Fotografie, Zeichnung und Inszenierung, ein selbstreflexives und epistemisches Schreiben zu entwickeln, das das komplexe ästhetische Erfahrungspotential, das Performative der Sprachwerke greifbar macht. Die Methoden nehmen hierbei Schritt für Schritt die bereits erfahrene und greifbar gemachte Struktur der Sprachwerke auf. Sie bilden ein Äquivalent zum Aufführungscharakter der Sprachwerke. Dieses Vorgehen knüpft an den aktuellen Diskurs der Kunstpädagogik an, Forschungsmethoden zu entwickeln und zu erproben, die ästhetische Erfahrungs- und Bildungsprozesse rekonstruieren und kommunizierbar machen.

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