|
Hélène Barrière, Thomas Eicher, Manfred Müller (Hg.)Personalbibliographie Alexander Lernet-HoleniaÜbergänge • Grenzfälle. Österreichische Literatur in Kontexten, hg. von Thomas Eicher, Fritz Hackert und Bernd Hamacher, Bd. 4 |
|
|
1. Auflage 2001, 212 Seiten, |
73,50 SFr |
|
Er war sicherlich eine der schillerndsten Figuren der österreichischen Literaturgeschichte des 20. Jahrhunderts. Alexander Lernet-Holenia (1897-1976) sorgte für so manchen Skandal und zahlreiche Gerüchte: Zeit seines Lebens gefiel er sich in der Rolle des illegitimen Sohnes eines habsburgischen Erzherzogs; aus Anlaß der Nobelpreisverleihung an Heinrich Böll legte er sein Amt als Präsident des österreichischen Pen-Clubs nieder; noch in hohem Alter stand er wegen Körperverletzung vor Gericht, nachdem er einen Autofahrer geohrfeigt hatte, der seines Erachtens den Verkehr aufgehalten hatte; er war jedoch vor allem Autor ›schöner Literatur‹, der sich mit zahlreichen Gedichten, Dramen, Erzählungen und Romanen ins Bewußtsein seiner Zeitgenossen einschrieb. Seit Mitte der neunziger Jahre findet sich sein Name nun auch wieder regelmäßig unter den Neuankündigungen der Verlage.
Die mit diesem Band vorgelegte Personalbibliographie dokumentiert das öffentliche Interesse an Lernet-Holenia seit 75 Jahren. Sie listet ca. 1500 Titel über den Autor auf. Berücksichtigt werden Bücher, unveröffentlichte wissenschaftliche Arbeiten, Aufsätze in Zeitungen, Zeitschriften und Sammelbänden, Artikel in Nachschlagewerken etc. Abgerundet wird der Band durch Aufsätze der Herausgeber zum poetologischen Selbstverständnis des Autors und zur intertextuellen Verwobenheit des Erzählwerks, die Desiderate der künftigen Lernet-Forschung sichtbar machen.
Lesebuch und »Nachgeholte Kritik«
Dietmar Grieser liest Alexander Lernet-Holenia
Das Werk Alexander Lernet-Holenias
im Nachkriegskontext