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Heinrich G. F. SchneeweißZwischen Picknick-Service und ShowbusinessErzählungen |
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1. Auflage 2001, 72 Seiten, |
21,00 SFr |
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Schneeweiß beschwört in seinen Erzählungen Szenen herauf, die Erinnerungen an vergangene Zeiten, Träume, Gegenwartsbeschreibungen und Zukunftsvisionen auf eindrucksvolle Weise miteinander verweben.
Vergleichbar dem TV-Dokumentarspiel wechselt der Autor zwischen distanziert-objektiver Berichterstattung und mystisch-märchenhafter Erzählweise. Die Figuren bewegen sich in beiden Welten; wie Ramon, der – die archaischen Mythen seiner indischen Heimat im Ohr und im Herzen – sich aufmacht aus der Armut und Dürre, um in Europa für sich und seine Familie die vermeintliche Chance auf eine Zukunft zu ergreifen, dabei mit anderen Flüchtlingen auf einem Schlepperkahn landet und nur knapp dem Tod entkommt. Wie der Straßenkehrer Rafael Matamora, der beim tagtäglichen Rundgang durch die Straßen seiner mallorquinischen Heimat Schönheit, Fruchtbarkeit und natürlichen Reichtum der Insel sieht, aber an vielen Stellen nur noch durch die Brille der Erinnerung, da Horden von »Halbbarbaren« ihren touristischen Zerstörungsfeldzug immer aggressiver fortführen und viele Einwohner auch auf den Zug des scheinbaren materiellen Gewinns aufgesprungen sind und damit wahre Werte überrollen. Die »Aussteiger« Dieter Käufert und Fritz Reiner, die in einer bestimmten Phase ihres Lebens Beruf, Familie und Sicherheit hinter sich gelassen haben, Jaroslav, der Flüchtling aus Ex-Jugoslawien, der miterleben mußte, wie Freunde plötzlich zu Feinden wurden und man sich gegenseitig der Heimat beraubte, der Büchermensch Heger und der Sternenbeobachter Asmus, sie alle sind Gestrandete, Suchende, vom Leben Enttäuschte, aber dennoch auch auf eigentümliche Weise in sich ruhende Menschen, die immer noch sehen, fühlen und hoffen können, die Vergangenes bewahren, um daraus für Gegenwart und Zukunft lernen und neue Wege beschreiten zu können, und die vor allem noch den anderen suchen und ihm unvoreingenommen gegenübertreten können.
Heinrich G. F. Schneeweiß, geb. 1930 in Bregenz; zahlreiche Veröffentlichungen: Prosa, Lyrik, Schauspiel, Übersetzungen aus dem niederländischen Sprachgebiet; langjähriger Mitarbeiter des Goethe-Instituts in den Niederlanden; 1995 Bundesverdienstkreuz für seine grenzüberschreitende literarische und kulturelle Arbeit.
Zeit-Spuren in Erzählungen, Geschichten
und poetischer Prosa
Novelle
Erzählung