Civitas – Vorstellung und Wirklichkeit

Manuela Borkenstein Neuhaus

Civitas – Vorstellung und Wirklichkeit

Architektur und Urbanistik im mittelalterlichen Italien

Artificium – Schriften zu Kunst und Kunstvermittlung, hg. von Kunibert Bering, Bd. 6

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1. Aufl. 2001, 212 Seiten Text,
40 Tafeln mit ganzs. sw-Abb.,
Broschur 14 x 21 cm
ISBN: 978-3-932740-71-8

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Die Relation zwischen Regierungsform und Stadtbaukunst der ober- und mittelitalienischen Städte des 12. bis 14. Jahrhunderts ist Gegenstand dieser erstmals umfassenden, interdisziplinär ansetzenden Untersuchung, die ausführlich Fragen der mittelalterlichen Idealstadtvorstellungen diskutiert.

Auf Grundlage einer detaillierten Darstellung der historischen Hintergründe widmet sich die Studie der Analyse der städtebaulichen Entwicklung und differenziert an exemplarischen Fällen die das Stadtbild bestimmenden Bauten. Als Bedeutungsträger des kommunalen Selbstverständnisses kommt den Wohntürmen und Palästen, den Brunnen, Plätzen und Stadtmauern besondere Aufmerksamkeit zu. Darüber hinaus liegt das Augenmerk vor allem auf dem Stellenwert der Sakralarchitektur im Stadtgefüge und der Genese des Bautyps des Kommunalpalastes, dessen Baugestalt sich maßgeblich als von jeweils divergierenden politischen Vorstellungen geprägt darstellt.
Dieses ausführlich entwickelte Panorama dient schließlich als Grundlage für die Frage nach dem Verständnis und den Idealvorstellungen des mittelalterlichen Menschen von seiner Stadt. Die ideale Stadt als Abbild Roms, des Paradieses und des himmlischen Jerusalem – nicht nur in der literarischen Form des Städtelobs manifestierten sich diese Vorstellungen, sondern vor allem im gebauten Bild der Stadt, wie schließlich als Synthese am Beispiel der Stadt Siena gezeigt wird.
 

 


Informationen zur Autorin

Manuela Borkenstein Neuhaus studierte Kunstgeschichte, Neuere und Mittlere Geschichte an der Ruhr-Universität Bochum. Nach Forschungsaufenthalten in Italien, insbesondere am Kunsthistorischen Institut in Florenz und an der Bibliotheca Hertziana in Rom, promovierte sie 1998 in Bochum. Schwerpunkte ihrer beruflichen Tätigkeit liegen in der Ausstellungskonzeption, Öffentlichkeitsarbeit und Museumspädagogik.

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