Urban Traces â Wahrnehmung im öffentlichen Raum

Barbara Herbert, Jasmina Samssuli (Hg.)

Urban Traces – Wahrnehmung im öffentlichen Raum

Künstlerische Transformationen im urbanen Kontext

Kunst und Kulturwissenschaft in der Gegenwart, hg. von Doris Schuhmacher-Chilla, Bd. 9

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1. Auflage 2014, 172 Seiten
mit 50 farb. und 37 sw-Abb.,
Broschur 15,8 x 23,5 cm
ISBN: 978-3-89896-598-9

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Urbanität – ein Schlagwort, das ein Kaleidoskop von Konnotationen, Erwartungen sowie Enttäuschungen transportiert. Die städtische Lebenswelt verspricht Offenheit, Toleranz und Wandelbarkeit, während die Probleme urbaner Existenz eine hohe mentale Flexibilität und Stärke voraussetzen. Die Verquickung von historischer Eingebundenheit und aktuellen Geschehnissen bringt ein urbanes Bewusstsein hervor, das permanent neuen Impulsen ausgesetzt ist. Unsere Wahrnehmung schwankt zwischen Alltag und Sensation, wird sie doch im eigenen wie im urbanen Raum auch medial vereinnahmt.
Diese Komplexität der Großstädte verlangt zunehmend nach flexiblen Lebensformen und analog dazu nach fachübergreifenden Arbeitsweisen auch jenseits der Grenzen konventioneller Methodik. Eine gezielte Überwindung des Spezialistentums und die dadurch ausgelösten Transformationsprozesse zwischen den Stadtakteuren entsprechen den sozialen Begebenheiten.
»Urban Traces« – ein europaweit durchgeführtes trans- und interdisziplinäres Projekt – hat in den vergangenen Jahren den Versuch unternommen, die Grundlagen für eine solche Vorgehensweise zu erarbeiten: Eine europäische Spurensuche, die die Aspekte gegenwärtiger urbaner Strömungen aus unterschiedlichen audio-visuellen, performativen und räumlichen Perspektiven untersucht und sich dabei verschiedener Wahrnehmungsmöglichkeiten im urbanen Raum bewusst wird. Von Interesse sind dabei die Anknüpfungspunkte zwischen den Kunstformen und Disziplinen, in denen sich Schnittstellen von Positionen, Themen und Verfahren widerspiegeln. Die sich daraus ergebenden Wahrnehmungsperspektiven erzeugen durch Übermittlung von Botschaften neue Interpretationen.
Dieses letzte Prinzip ist hier nun in ein Buchprojekt transformiert worden. KünstlerInnen und WissenschaftlerInnen aus unterschiedlichen Bereichen haben hierzu Arbeiten beigetragen, in denen inter- und transdisziplinär gewonnene Erkenntnisse aus der urbanen Spurensuche ihre Form – sei es als Essay, Dokumentation, Erzählung, sei es als Intervention oder Kunstobjekt – gefunden haben. Konzeption und Inhalt des Buches sollen den Lesenden als Anregung für neue Projekte dienen und so die bereits begonnenen Wegbeschreitungen der »Urban Traces«-TeilnehmerInnen fortführen und weiter verzweigen.

 
Mit Beiträgen von: Franziska Bollerey, Egon Chemaitis, Irene Daum, Knud Joshua Ehm, Monika Funke Stern, Christoph Gengnagel, Barbara Herbert, Leni Hoffmann, Ulrike Holthöfer, Gundel Mattenklott, Marie-Louise Nigg, Driss Ouadahi, Matthias Rick, Jasmina Samssuli, Walther Steindlegger, John Wynne.

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