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Yomb MayDie Fabeldichtung zwischen Oralität und LiteralitätUntersuchungen zu heutigen kamerunischen Basaa- |
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1. Auflage 2000, 292 Seiten, |
39,50 SFr |
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Oralität und Literalität werden häufig als gegensätzliche Kategorien des Erzählens aufgefaßt. Fabeln wurden immer schon im Grenzbereich des einen oder des anderen Feldes angesiedelt.
Dieser Band will einen Beitrag zur Überwindung der bestehenden Grenzlinien leisten, indem er sie aus wechselnden Perspektiven in den Blick nimmt. Dazu vergleicht er unter kulturkontrastiven Gesichtspunkten die mündlich tradierte Fabeldichtung der Basaa (Kamerun) mit den deutschen Literaturfabeln des 18. Jahrhunderts. Zwischen literalisierter Oralität und oralisierter Literatur zeigen sich dadurch Spannungsfelder und fließende Übergänge, die es zu beschreiben gilt.
Yomb May, geboren in Kamerun, studierte Germanistik, Linguistik und Neuere Geschichte an den Universitäten Jaunde (Kamerun), Aachen und Düsseldorf. Promotion 1998 an der Universität Düsseldorf. Seit 1995 Forschungsmitglied des Kaiserswerther Instituts für Xenologie. Autor von Beiträgen über afrikanische Literatur und Herausgeber der Schriftenreihe »Literaturen und Kulturen Afrikas«.
Rezensionen:
»Mays flüssig geschriebene Studie stellt einen wichtigen interdisziplinären Beitrag zum umrissenen Problemkomplex dar. Originell ist hierin die Ausarbeitung der pädagogisch-poetologisch fundierten und damit in gewisser Weise systematisierten Oralität der später eher literal gesehenen Fabeldichtung der deutschen Aufklärungszeit. [...] Die in der Studie herausgearbeiteten Parameter dürften für ein Lehrbuch im kamerunischen Kontext von unmittelbarem Nutzen sein. Der europäischen Literaturwissenschaft bieten sich nennenswerte Anhaltspunkte für weitere Forschungen auf diesem Gebiet an.«
Thomas Geider, Fabula, 43. Band (2002), Heft 1/2