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Thomas Eicher (Hg.)Im Zwischenreich des Alexander Lernet-HoleniaLesebuch und »Nachgeholte Kritik«Übergänge • Grenzfälle. Österreichische Literatur in Kontexten, hg. von Thomas Eicher, Fritz Hackert und Bernd Hamacher, Bd. 2 |
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1. Auflage 2000, 208 Seiten, |
38,00 SFr |
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Alexander Lernet-Holenia (1897-1976) gehörte seinerzeit zu den bekanntesten österreichischen Schriftstellern, ist aber seit seinem Tode zunehmend in Vergessenheit geraten. Einige Jahre nach seinem 100. Geburtstag erlebt er jedoch derzeit eine Renaissance, zu der auch diese Anthologie ihren Beitrag leisten möchte. Denn es gilt heute, die vielgerühmten wie kontrovers diskutierten Texte des Autors erneut in Erinnerung zu bringen. Sein vielgestaltiges Werk hat allemal das Zeug dazu, wieder mehr Beachtung zu finden. Als Erzähler von Rang erweist er sich schon in Ausschnitten, wie sie hier versammelt sind, um auf mehr neugierig zu machen. Doch unsere Anthologie beläßt es nicht bei einer bloßen Werkschau; sie unternimmt es auch, durch einen einführenden Überblick und eine Reihe von »nachgeholten Kritiken« literarhistorische Kontexte und Meinungsbilder jüngerer Leser in ihre Darstellung zu integrieren. Das Bild, das dadurch von Lernet-Holenia entsteht, ist außerordentlich vielschichtig und möchte vor allem zu einem kritischen Dialog anregen, der seinen Anfang in einer neuen Lektüre seiner Werke nehmen muß.
Rezensionen:
»Dem Bannkreis Rilkes und Hofmannsthals gehört der Spätgeborene an; und bringt er auch der Gegenwart eine mehr oder weniger gelassene Duldung entgegen, so wirkt er neben seinen Landsleuten Ernst Jandl, Friederike Mayröcker, Peter Handke doch fraglos demoliert. Aber was ist Mode? Das Zeitgebundene. Lernet-Holenia, dessen Lebenswerk sich auf unterschiedlichsten Ebenen bewegt, hat [...] Prosa geschaffen, die ruhig vertragen kann, eine ganze Weile übersehen oder gar mißachtet zu bleiben, weil sie immer wiederentdeckt werden muß.«
Hilde Spiel
Dietmar Grieser liest Alexander Lernet-Holenia
Das Werk Alexander Lernet-Holenias
im Nachkriegskontext