töten.

Nadia Ismail, Doris Schuhmacher-Chilla (Hg.)

töten.

Darstellbarkeit eines Prozesses?

Kunst und Kulturwissenschaft in der Gegenwart, hg. von Doris Schuhmacher-Chilla, Bd. 6

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1. Auflage 2012, 168 Seiten
mit 23 farb. und 42 sw-Abb.,
Broschur 14 x 21 cm
ISBN: 978-3-89896-504-0

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Gibt es ein universales Wesen des Tötens? Wann beginnt die eigentliche Handlung und endet sie mit dem biologischen Tod? Ist der Augenblick der Tat der eigentliche Akt des Tötens oder beginnt dieser bereits mit dem Gedanken daran? Lebewesen können getötet werden – doch wie verhält es sich mit der bildenden Kunst? Kann auch sie getötet werden? Und können Kunstwerke selbst als Waffen oder Bedrohung den Rezipienten an Seele, Leib und Leben gefährden? Wann sprechen wir also vom Töten?
Im Gegensatz zum Tod, der als Terminus ein zeitlich bereits abgeschlossenes Ereignis beschreibt und damit passiv ist, ist Töten ein noch offener, prozessualer (Handlungs-)Akt. Ein wesentlicher Unterschied der Begriffe liegt daher in der Zeitlichkeit, im Während, das im Töten impliziert ist und bei dem das Danach noch diffus ist. Existiert überhaupt die Möglichkeit einer visuellen Umsetzung des englischen ›killing‹, das in seiner Beschreibung eines Verlaufes ohne Beginn und ohne Umkehr in der deutschen Sprache kein Äquivalent zum ›present continuous‹ besitzt?

Ausgehend von der bildenden Kunst gibt der Band mögliche Antworten und stellt neueste Forschungsergebnisse junger Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler vor.

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