Die Ãra Konstantins

Kunibert Bering

Die Ära Konstantins

Kulturelle Kontexte – historische Dimensionen.
Eine Synopse

Artificium – Schriften zu Kunst und Kunstvermittlung, hg. von Kunibert Bering, Bd. 40

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1. Auflage 2012, 200 Seiten
mit 16 farb. und 114 sw-Abb.,
Broschur 15,8 x 23,5 cm
ISBN: 978-3-89896-479-1

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Weltgeschichtliche Umbrüche bestimmen die Ära Konstantins: Das Christentum findet nach Jahren der Verfolgung endgültige Akzeptanz, Konstantinopel wird die neue Hauptstadt des Römischen Reiches, die Entfaltung von Spätantike und Mittelalter nimmt ihren Anfang. Wenn es auch eine Fülle von Analysen der Facetten dieser bedeutenden Prozesse gibt, so kam es doch nur sporadisch zu einer synoptischen Sicht auf Ereignisse und Kontexte.

Die vorliegende Untersuchung gibt Einblicke in das komplexe kulturelle Gefüge und deckt das Zusammenwirken der politischen, theologischen und künstlerischen sowie urbanistisch-architektonischen Komponenten auf. Diese Faktoren stehen ihrerseits in historischen Entwicklungen, denen die Untersuchung detailliert nachgeht.
Zwei Aspekte erweisen sich als wesentlich: So hatte sich die religiöse Grundlegung des Staates in der Krise des Römischen Reiches im 3. Jahrhundert zutiefst gewandelt. Die Studie legt dar, wie sich die Vorstellung eines summus deus, eines höchsten Gottes, entwickelte und zeigt, wie Jupiter, Sol Invictus u. a., aber auch der Gott der Christen jeweils als summus deus auftreten konnten.
In diesem Prozess spielten Bilder als Propagandamittel in den großen Auseinandersetzungen der »Ära Konstantins« eine entscheidende Rolle. Ein weiterer Schwerpunkt der Untersuchung liegt daher auf der Re-Konstruktion des frühchristlichen Bildbegriffs. Während die pagane Umwelt des Christentums das Kult-Bild als Sitz der Gottheit betrachtete, entfalteten die frühen christlichen Autoren im Zuge des Konfliktes mit dem römischen Staat eine Konzeption, die dem Bild einen Verweisungscharakter im Hinblick auf transzendente Sphären zusprach. Die Studie zeigt die bisher nicht beachteten hellenistischen Quellen dieses Bildverständnisses auf, das die europäische Kunst fortan fundamental bestimmen sollte.

 

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