Die Auslandsgermanistik im albanophonen Sprachraum

Mario de Matteis, Brikena Kadzadej, Jürgen Röhling unter Mitarbeit von Ihnke Schühler (Hg.)

Die Auslandsgermanistik im albanophonen Sprachraum

Albanische Universitätsstudien, hg. von Mario de Matteis, Bd. 8

1. Auflage 2012, 320 Seiten m. Abb.,
Broschur 14 x 21 cm
ISBN: 978-3-89896-425-8

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Viele Beiträge in diesem Band beschäftigen sich mit den Gemeinsamkeiten und Unterschieden zwischen der deutschen und der albanischen Sprache. Sie betrachten einzelne Aspekte und vergleichen diese. Aber nicht nur die Wissenschaftler in diesem Band tun dies. Allen Sprachlernenden fallen immer wieder Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen der eigenen Muttersprache und der fremden Sprache auf. Egal, ob wir Deutsch lernen, um mit anderen Menschen in Kontakt zu treten, aus beruflichen Gründen oder einfach nur aus Spaß. Der Vergleich kommt automatisch.

Die in Tirana organisierte und durchgeführte III. Internationale Konferenz »Auslandsgermanistik im albanophonen Sprachraum« bot jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern die Gelegenheit, Erfahrungen in der Organisation der Auslandsgermanistik im albanophonen Sprachraum vorzustellen und zu diskutieren. So befassen sich die Autoren der Beiträge in diesem Band kombinierend sowohl mit den Umständen der Lehre der Germanistik als auch mit konkreten linguistischen Untersuchungen der deutschen und albanischen Sprache. Unter ersteren Aspekt fällt auf landeswissenschaftlicher Ebene die Frage, welchen Stellenwert historische und politische Ereignisse des letzten Jahrhunderts im Zusammenhang mit der Entwicklung des Deutschen einnehmen. Ebenso sollen schulpolitische sowie kulturvermittelnde Faktoren, die in albanischen Bildungseinrichtungen zum Tragen kommen, unter einem (literatur-)didaktischen Gesichtspunkt betrachtet werden. Zu Zweitem zählen sprachwissenschaftliche Darlegungen. Die Analyse von Elementen aus Phonetik und Grammatik sowie fachsprachlicher Anwendungen, textlinguistischer Relationen und des Fremdsprachenerwerbs ist Teil der Abhandlungen. Deutsche und albanische Sprachphänomene werden dabei teilweise kontrastierend eruiert.
Diese Überlegungen der Autoren aus Albanien, Mazedonien, dem Kosovo und Deutschland tragen zum Diskurs über die Integration von neuen Ansätzen in das Auslandsgermanistik-Studium im albanophonen Sprachraum bei.
 
Aus dem Inhalt:

Siegfried Grosse: Die Einflüsse des politischen Zeitgeschehens auf die deutsche Sprache nach 1945

Frank Hoffmann: Gedenken im Diktat des Kalenders? Zu einigen Aspekten von Erinnerungskultur und Geschichtspolitik in Deutschland

Stefanie Ullrich: Germanistik und Bologna in Albanien: Ein »clash of civilizations« im Hochschulbereich?

Peter Colliander: Phonetische Eindeutschung – was heißt das?

Edlira Bushati: Die Komplexität des Genussystems der deutschen Sprache als eine der bedeutendsten Fehlerquellen für Deutschlernende

Emine Teichmann: Darstellung der Ergänzungen im Albanischen

Gëzim Xhaferi: Motivation albanischsprachiger Lernender beim Erwerb des Deutschen als Fremdsprache

Ema Kristo: Die wissenschaftliche Rezension

Brikena Kadzadej: Schwierigkeiten beim Übersetzen von Redensarten und Sprichwörtern vom Albanischen ins Deutsche

Elda Boriçi-Gjanaj: Bestimmtheit und Unbestimmtheit im Albanischen und im Deutschen

Migena Sejdini: Wortbildung der Adjektive im Deutschen und Albanischen

Hans-R. Fluck: Aspekte der Verwaltungssprache in Vergangenheit und Gegenwart

Gladiola Sadiku: Strukturen juristischer Texte im Deutschen und Albanischen

Teuta Abrashi: Der Beitrag der Nominalphrase zur generischen Interpretation des deutschen Satzes

Sadije Rexhepi: Die Vergangenheitstempora im Roman »Der General der toten Armee«

Arber çeliku: Textkohäsion und Textkohärenz in der textlinguistischen Diskussion

Jürgen Röhling: Reiseliteratur und Didaktik – Auslandsgermanistik mit interkulturellen Texten

Albulena Blakaj-Gashi: Goethe und Schiller als Sinnbilder der deutschen Literatur in der albanischen Kultur

Klodiana Venetiku: Die Rolle des Lehrwerks bei der Vermittlung interkultureller Kompetenz

Fatmir Bezati: Die Beziehung zwischen Arbeitszufriedenheit der albanischen Lehrer und ihrer Absicht, den Beruf zu wechseln

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