|
Ingo CesaroObwohl frisch geölt77 Dreizeiler nach japanischem Vorbild. |
|
|
Ausgewählt und hg. von Norbert C. Korte |
23,00 SFr |
|
»Obwohl frisch geölt« ist eine Auswahl von 77 bisher verstreut aufbewahrten und verborgen gebliebenen Dreizeilern von Ingo Cesaro. Im Alltag das Außer- und Ungewöhnliche zu sehen, ist das eine, es in 17 Silben wortmalerisch auszudrücken, das andere. Ingo Cesaro hat schon lange zu einem eigenen Haiku-Stil gefunden: Das Nachdenkenswerte deutlich zu machen und es dem Lesenden selbst zu überlassen, das Tief- oder Hintergründige darin aufzuspüren.
»Einen leeren Raum
mit siebzehn Silben füllen.
Bleibt ein Geheimnis.«
Beigefügt sind dem Gedichtband sieben Holzschnitte von Konrad Schmid, welche die auf das Wesentliche konzentrierten Haiku durch ihre eigene Reduziertheit noch unterstreichen und ergänzen. Die kreative Zusammenarbeit der beiden Künstler besteht seit vielen Jahren und hat mit dem vorliegenden Buch erneut zu einem gelungenen Gesamtkunstwerk geführt.
Informationen zum Autor
Ingo Cesaro wurde 1941 in Kronach (geografische Heimatstadt) geboren. Lebt nach Aufenthalt in Frankfurt am Main (literarische Heimatstadt) seit 1975 wieder in Kronach.
Veröffentlichungen in Buchform gibt es von ihm seit 1965. Er schreibt überwiegend Gedichte, Kurzprosa und Szenen, Texte fürs politische Kabarett, Geschichten für Kinder.
Mit Malern und Grafikern zusammen entstehen bibliophile Editionen, Künstlerbücher, Grafik-Text-Kalender und -Mappenwerke, Einzelblattdrucke und Ausstellungs-Projekte. Galerist und Herausgebertätigkeit.
Cesaro ist Mitglied in verschiedenen Schriftstellerverbänden: u. a. VS, DIE KOGGE, P.E.N.-Zentrum, Deutsche Haiku-Gesellschaft, Regensburger Schriftstellergruppe Inter-
national (deren Vizepräsident seit 1997).
Auszeichnungen: u. a. Jörg-Scherkamp-Preis für Lyrik, Großer Kulturpreis des Landkreises Kronach.
Er organisiert in der Region Kronach seit 30 Jahren Ausstellungen, Lesungen und andere literarische und kulturelle Veranstaltungen.
Erstarrt verharren.
Zwischen zwei Atemzügen –
ins Nichts eintauchen.
Fast hin gemauert
kauern Zikadenschatten –
in zäher Stille.
Die Zwischenräume
zwischen den Worten sammeln.
Leere genießen.
Rezensionen: