»Ich lerne sehen«

Anette und Peter Horn

»Ich lerne sehen«

Zu Rilkes Lyrik

Beiträge zur Kulturwissenschaft, Bd. 20

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1. Aufl. 2010, 300 Seiten,
Broschur 14 x 21 cm
ISBN: 978-3-89896-397-8

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›Theoria‹ bedeutet ursprünglich ›Schauen‹. Malte Laurids Brigge entdeckt eines Tages: »Ich lerne sehen«. Teilhard de Chardin sagt über das Neue in der Moderne, »daß Angst der Preis ist, den der moderne Mensch dafür bezahlt, daß er die Welt neu zu sehen lernt«. Dass Rilke immer wieder das Wort »schauen« (und seine Komposita) benutzt, hängt aufs Engste mit seiner Auffassung von der Beziehung zwischen Dichter und Welt zusammen. Das Auge ist Teil des Bewusstseins. Mit dem Begriff der ›Epiphanie‹ bezeichnet James Joyce ein plötzliches Sehen und Erkennen einer zunächst so nicht verstandenen Situation. Rilkes Weg vom Sehenlernen (z. B. bei Rodin und Cezanne) zum »Herzwerk« der späten Gedichte wird anhand einiger Gedichte als Stationen auf diesem Weg nachgezeichnet.
 

Informationen zu den Autoren
 
Anette Horn, Studium der Germanistik und Anglistik an der Universität Kapstadt. 1998 Promotion über »Nietzsches Begriff der décadence: Kritik und Analyse der Moderne«. Alexander von Humboldt-Stipendium. Seit 2005 Associate Professor, School of Literature and Language Studies, University of the Witwatersrand. Publikationen zu Jean Paul, Friedrich Nietzsche, Anna Seghers, Rainer Maria Rilke, Hermann Hesse, Elias Canetti, Uwe Timm, Jürgen Fuchs, J. M. Coetzee, André Brink, Nadine Gordimer, Bessie Head. Von 2003 bis 2009 Herausgeberin der Acta Germanica.

Peter Horn, 1957 bis 1960 Studium der Germanistik und Anglistik an der University of Witwatersrand. 1971 Promotion über Rhythmus und Struktur in der Lyrik Paul Celans. 1974 bis 1999 Professor und Head of Department of German an der University of Cape Town, Honorary Fellowship auf Lebenszeit der University of Cape Town. Seit 2005 Honorary Professorial Research Associate University of the Witwatersrand. Weltweite Lehrtätigkeit, Auszeichnungen, Preise und zahlreiche Veröffentlichungen u. a. zu Heinrich von Kleist, Paul Celan, Rainer Maria Rilke, Max Frisch, Büchner, Kafka, Brecht und zu südafrikanischer Literatur. Vielfach ausgezeichneter südafrikanischer Lyriker.

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