|
Heinrich G. F. SchneeweißDie Erde zeigt ihre ZähneEin Tierepos nach den in den 1930er Jahren im früheren Congo gesammelten Aufzeichnungen des Missionars |
|
|
1. Aufl. 2009, 184 Seiten |
24,50 SFr |
|
Der Held in diesem Tierepos, Kabundi, ein sagenhaftes winziges, schlaues Tier, ist bei den anderen Tieren wegen seiner bösen Streiche und seines großen Verstandes berüchtigt. Bei den zahlreichen Versuchen, sich wechselseitig ihre Vorrangstellung zu beweisen, kommen die Tiere des Waldes an ihm jedoch nicht vorbei; stetig wiederkehrende konfliktreiche Begegnungen sind die Folgen – oftmals mit tödlichem Ausgang.
Hier spricht nicht nur Zentralafrika mit seinem unermesslichen Reichtum an Tierarten zu uns, sondern auch der Mensch mit all seinen Verhaltensweisen. Tiere stehen hier in diesem Spiel, das Leben heißt, im Streben um Macht einander gegenüber. So lassen sich in unserem Helden Ähnlichkeiten mit der dem Menschen eigenen Selbstherrlichkeit erkennen – ein Blick in den Spiegel für den modernen Leser.
Die Motive der Erzählungen stammen aus der weitgehend unbekannten mündlichen Überlieferung der Volksstämme, die die West- und Ostküste des Kongos bewohnen. Sie basieren auf den vom belgischen Missionar R. Van Caeneghem in den 1930er Jahren gesammelten Texten und wurden für den heutigen Leser vom Autor bearbeitet und zum Teil neu erzählt.
Heinrich G. F. Schneeweiß, geb. 1930 in Bregenz; zahlreiche Veröffentlichungen: Prosa, Lyrik, Schauspiel, Übersetzungen aus dem niederländischen Sprachgebiet; langjähriger Mitarbeiter des Goethe-Instituts in den Niederlanden; 1995 Bundesverdienstkreuz für seine grenzüberschreitende literarische und kulturelle Arbeit.
Aufzeichnungen aus der oralen Tradition Kameruns