Die Beziehung zwischen Körperbehindertenpädagogik und Konduktiver Förderung in Bildung und Erziehung

Angelika Baumann

Die Beziehung zwischen Körperbehindertenpädagogik und Konduktiver Förderung in Bildung und Erziehung

Schriften zur Körperbehindertenpädagogik, hg. von Volker Daut und Reinhard Lelgemann, Bd. 2

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1. Aufl. 2009, 592 Seiten m. Abb.,
Broschur 15,8 x 23,5 cm
ISBN: 978-3-89896-365-7

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»Insgesamt ist die Arbeit ein Gewinn für das sich im Wandel befindliche Schulwesen in Deutschland.«
Susanne Wunderer, Heilpädagogik online, 2/2010

Seit Beginn der 1990er Jahre versuchen Eltern in Deutschland, ihren Kindern in Privatinitiativen Maßnahmen der Konduktiven Förderung zuteil werden zu lassen. Mit dem Schulversuch zur Konduktiven Förderung (1995–1999) gelang es, diesen ungarischen Förderansatz in Bayern institutionell zu verankern. Seither lassen sich wechselseitige Annäherungen zwischen der Konduktiven Förderung und der Körperbehindertenpädagogik erkennen, die sich als Lehrplanverweis im Lehrplan der Grund- und Hauptschule (Adaptionen 2001 und 2006), als additives oder integratives Zusatzangebot an mehreren bayerischen Förderzen¬tren, als Unterrichts- und Schulkonzept und als Integrationsmodell einer konduktiven Außenklasse realisieren.
Das vorliegende Werk macht es sich zur Aufgabe, die zwischen Körperbehindertenpädagogik und Konduktiver Förderung bestehenden theoretischen und praxisbezogenen Querverbindungen anhand von Literaturrecherche und Beobachtungen im vorschulischen und schulischen Feld herauszukristallisieren und kritisch zu beleuchten. Zentrales Anliegen ist nicht die Darstellung oder Prüfung der Wirksamkeit konduktiv-therapeutischer Maßnahmen bei Erwerb oder Anwendung motorischer Handlungen, sondern die Fokussierung des anthropologisch-ethischen und psychologisch-pädagogischen Fundaments, das jeglicher Interaktion mit Kindern zugrunde liegt. In den Vordergrund der Betrachtungen rücken vergleichend konzeptbildende Parameter und konzeptuelle Grundlagen, gesellschafts-historische Entwicklungen und strukturelle Gegebenheiten bei der Umsetzung des konduktiven Förderansatzes im Kontext der Körperbehindertenpädagogik.
Im Annäherungsprozess zwischen Conductive Education ungarischer Prägung und der Körperbehindertenpädagogik ergeben sich wechselseitige positive Impulse. Es entwickelt sich für Bildung und Erziehung ein tragfähiges Modell der Konduktiven Förderung mit erziehungswissenschaftlicher Fundierung, das zur Realisierung eines therapieimmanenten Unterrichts, zur Profilschärfung des Förderzentrums körperliche und motorische Entwicklung und zur Inklusion beitragen kann.

 


Informationen zur Autorin

Dr. phil. Angelika Baumann ist Seminarrektorin und Pädagogisch-therapeutische Konduktorin. Studium für das Lehramt an Volksschulen und Aufbaustudium für das Lehramt an Sonderschulen; ab 1983 Sonderschullehrerin und seit 1987 Leiterin eines Studienseminars für Körperbehindertenpädagogik an der Bayerischen Landesschule für Körperbehinderte in München. 1995 bis 1999 Leiterin des Schulversuchs Konduktive Förderung am ISB München; seit 2000 Lehrgangsplanung, Referentin und seit 2007 Prüfungsvorsitzende und Lehrgangsleitung des Weiterbildungslehrgangs zur Pädagogisch-therapeutischen Konduktorin.

 


 
 

Rezensionen:

»Baumann hat eine sehr umfassende und ausführliche Analyse vorgenommen, die eine kritische Position, jedoch nie eine abwertende Haltung einnimmt. Sie schlägt einen weiten Bogen und kommt zu konkreten und nachvollziehbaren Ergebnissen.« Susanne Wunderer, Heilpädagogik online, 2/2010

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