Bildkompetenz(en)

Kunibert Bering, Rolf Niehoff (Hg.)

Bildkompetenz(en)

Beiträge des Kunstunterrichts zur Bildung

Artificium – Schriften zu Kunst und Kunstvermittlung, hg. von Kunibert Bering, Bd. 28

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1. Auflage 2009, 224 Seiten
mit 95 sw-Abb., Broschur 14 x 21 cm
ISBN: 978-3-89896-363-3

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»… runden dieses aktuelle und äußerst informative Buch ab, das allen empfohlen werden kann, die den Begriff der Bildkompetenz einer differenzierten Klärung zuführen möchten.«
Georg Peez, BDK NRW Rundbrief Sept. 2009

Bildung erweist sich längst nicht mehr als Privileg einer bevorzugten Schicht und als ein vermeintlich nicht zeitgebundenes Allgemeinwissen. Vor der Folie permanent expandierender und unübersichtlich werdender Informationen in und aus allen Bereichen der Kultur muss die Frage nach dem, was heute und zukünftig eine wirksame Bildung prägt, anders gestellt werden. Hinzu kommt, das zählt mittlerweile schon fast zu den Binsenweisheiten, dass unsere Kultur eine bildgeprägte ist und die Adressaten schulischer Bildung ihre Wirklichkeiten deutlicher bildbezogen aufbauen als frühere Generationen.
Bildung bedeutet heute – wie etwa bei Wolfgang Schulz – komplexe »Erfahrung«. Ästhetische Bildung als eine wesentliche Bildungsaufgabe des Kunstunterrichts vermittelt demnach Erfahrungen im optischen und haptischen Bereich. Wenn Bildung also Erfahrungsbereiche meint, so ist damit auch der Begriff des Lernens verbunden: Es geht um das Erlernen von Erfahrungsbereichen, die Herstellung von Kontexten. Dies schließt das Verhältnis des Menschen zur Welt, seine Haltung zur Welt, aber besonders auch die Möglichkeiten zur Veränderung der Welt unmittelbar ein. Schule und Museum sind erstklassige Instanzen zur Vermittlung von Erfahrungen in Sachen Bildkompetenz.
Im Oktober 2008 veranstalteten der Landesverband NRW des BDK Fachverband für Kunstpädagogik und die Didaktik der Bildenden Künste an der Kunstakademie Düsseldorf gemeinsam eine Tagung, auf der unter dem leitenden Thema »BILDKOMPETENZ(en)« notwendige Anteile des Kunstunterrichts an einer für Gegenwart und Zukunft relevanten Bildung dargelegt wurden. Der vorliegende Band präsentiert die Beiträge dieser Tagung und enthält darüber hinaus noch eine Reihe weiterer, die sich mit Fragen und Möglichkeiten kunstpädagogischer Bildung auseinandersetzen.

 

Die Beiträge
Rolf Niehoff: Bildung – Bild(er) – Bildkompetenz(en): Zu einem wesentlichen Bildungsbeitrag des Kunstunterrichts

Wolfgang Ullrich: Über die warenästhetische Erziehung des Menschen

Alexander Glas: Der Streit um epistemologische Aspekte beim Bildgebrauch – Überlegungen zu einer Entwicklung des Blicks zwischen Einzelheit und Allgemeinheit

Franz Billmayer: Die vielen Bilder als Herausforderung für die Bildkompetenz

Kunibert Bering: Kulissen und Visionen Die Konstruktion von Bildern durch Architektur

Clemens Höxter: Vermittlungsstrukturen von Tradition und Moderne am Beispiel von Caspar David Friedrichs »Kreuz im Gebirge«

Ulrich Heimann: Immer wieder Mona Lisa – George Pusenkoffs Projekt »Mona Lisa goes space« (2005)

Kunibert Bering: »Andersartiges, Rätselhaftes und Abenteuerliches« – Bildkompetenz und Geschichtsbewusstsein

Joachim Littke: Der Qualitätsprüfer im Kunstunterricht – Zur Bedeutung der Qualitätsanalyse in Nordrhein-Westfalen für das Fach Kunst

Hans Peter Thurn: Sammeln – ein Weg zum Kompetenzerwerb

Siegfried Gohr: »Bildspeicher«. Zur Akademie-Galerie »Die Neue Sammlung« der Kunstakademie Düsseldorf

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