Physiotherapie an Schulen für Körperbehinderte – <br>Im Spannungsfeld von Medizin und Pädagogik

Nicola J. Maier-Michalitsch

Physiotherapie an Schulen für Körperbehinderte –
Im Spannungsfeld von Medizin und Pädagogik

Eine theoretische und empirische Auseinandersetzung

Schriften zur Körperbehindertenpädagogik, hg. von Volker Daut und Reinhard Lelgemann, Bd. 1

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1. Aufl. 2009, 396 Seiten m. Abb.,
Broschur 15,8 x 23,5 cm
ISBN: 978-3-89896-362-6

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Fazit: Ein empfehlenswertes, wichtiges Grundlagenwerk für alle, die mit dem Thema zu tun haben!
Monika Bochmann, pt_Zeitschrift für Physiotherapie_63 (2011)

Seit etwa 40 Jahren besteht ein konstantes physiotherapeutisches Angebot an allen Schulen für Körperbehinderte. Physiotherapeuten nehmen dort einen Standort zwischen Medizin und Pädagogik ein. Sie haben begleitende, unterstützende und ergänzende Aufgabenstellungen und leisten einen Beitrag zum Erfolg der schulischen Leistungen.

Die aktuelle Situation der Physiotherapie an Schulen für Körperbehinderte wird hinsichtlich ihrer Organisationsstrukturen, der inhaltlichen Arbeitsweise und der Kooperation mit pädagogischen Fachkräften erstmalig durch eine umfassende bundesweite empirische Erhebung dargestellt. Physiotherapeuten und Sonderschullehrer sind auf eine enge und fachübergreifende Zusammenarbeit angewiesen. Ein Grundwissen der jeweils anderen Disziplin ist unverzichtbar, um ein gegenseitiges Verständnis und damit die Basis für eine gute Kooperation zwischen beiden Berufsgruppen zu schaffen.

Indem sie die Lücken und Defizite in der heutigen Situation darlegt, möchte die Autorin die Kooperationspartner und Entscheidungsträger zu neuen Wegen und situativen Verbesserungen motivieren. Das Buch soll einen Beitrag leisten zu einem besseren Verständnis für die körperlichen Bedürfnisse des Schülers, die erforderliche physiotherapeutische Arbeit und ihre Bedeutung für den Unterricht sowie die Vorteile einer intensiven Kooperation der beiden Berufsgruppen aufzeigen. Ziel ist die Transparenz eines medizinischen Berufsbildes in einem pädagogischen Umfeld.

 

Informationen zur Autorin

Nicola J. Maier-Michalitsch, Dr. phil., geboren 1969. Ausbildung zur Physiotherapeutin an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf (1990–1993). Praktische Tätigkeit als Kinderphysiotherapeutin in München, Vogtareuth und Boston. Studium der Sonderpädagogik, Pädagogik und Psychologie an der Julius-Maximilians-Universität in Würzburg (1999–2003). Seit 2004 wissenschaftliche Mitarbeiterin des Wissenschafts- und Kompetenzzentrums der Stiftung »Leben pur« für Menschen mit schweren und mehrfachen Behinderungen in München.

 

 

Rezensionen:

»Die wissenschaftlich fundierte Arbeit belegt erstmalig und bundesweit die aktuelle berufliche Situation von Physiotherapeuten an Schulen für körperbehinderte Kinder (SfK) und Jugendliche. […] Wer glaubt, keinen Zugang zu wissenschaftlichen Artikeln finden zu können, wird mit dem Buch durch die Darstellungen, Grafiken und Beschreibungen eines Besseren belehrt.«
Jacqueline Semper-Jost, Physiopraxis. Das Fachmagazin für Physiotherapie, Juni 2012, 10. Jahrgang

»Da es bislang keine vergleichbare Datenerhebung im bundesweiten Umfang und unter dieser Fragestellung gibt, kommt dieser Arbeit ein wichtiger Stellenwert zu. Sie ermöglicht beiden Berufsgruppen ein verbessertes Verständnis füreinander, formuliert klare Ziele für die Praxis und schafft eine Wissensbasis für weitere, darauf aufbauende Erhebungen.«
Susanne Wunderer, Heilpädagogik online, 2/2010

»Die […] Erläuterungen sind nicht nur spannend beschrieben, sondern inhaltlich fundiert und auf dem neuesten Stand therapeutischer Forschung. Z. B. wird die Kritik am Bobath-Konzept bzw. seine bisher fehlende Evaluation einleuchtend präsentiert ohne jedoch das Konzept selbst infrage zu stellen. […] Es wurden zwei Untersuchungen durchgeführt, eine schriftliche Befragung von Pädagogen und Therapeuten und Experteninterviews. Es handelt sich hierbei um eine der umfassendsten Analysen der momentanen Therapiesituation in Deutschlands Sonderpädagogischen Förderzentren für Körperliche Entwicklung. Aus der Synthese der Gesamtergebnisse lassen sich Lösungsmöglichkeiten herauskristallisieren. Experten, welche eine Kooperation bejahen, zeigen konkrete Gestaltungsmöglichkeiten der Kooperationsmöglichkeiten beider Berufsgruppen auf. […] Daraus abgeleitete Konsequenzen und Forderungen richten sich konkret sowohl an Physiotherapeuten und Sonderpädagogen, als auch an die Ausbildungsstätten beider Berufsgruppen und an Schulleiter. Es werden Modelle der Kooperation von Sonderpädagogen und Physiotherapeuten eingefordert und gangbare Lösungswege aufgezeigt.«
Wolfgang Schäfer, Leiter des Therapeutischen Bereiches des Gesundheitsamtes Berlin-Charlottenburg und Elisabeth Sylla, Physiotherapeutin

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