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Annette Wiegelmann-BalsDie Kinderzeichnung im Kontext der Neuen MedienEine qualitativ-empirische Studie von zeichnerischen Arbeiten zu ComputerspielenKunst und Bildung, hg. von Carl-Peter Buschkühle, Joachim Kettel und Mario Urlaß, Bd. 3 |
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1. Auflage 2009, 260 Seiten |
55,00 SFr |
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In der vorliegenden qualitativ-empirischen Untersuchung weist die Autorin nach, dass sich die Zeichentätigkeit von Kindern durch den Einfluss der Neuen Medien verändert hat. Das bedeutet, dass bislang vorliegende Forschungsergebnisse zur Kinderzeichnung nur partiell auf medienbezogene Zeichnungen übertragbar sind.
Annette Wiegelmann-Bals entwickelt einen innovativen Forschungsansatz unter Berücksichtigung interdisziplinärer Zusammenhänge aus verschiedenen kulturwissenschaftlichen Bezugsfeldern. Sie stellt die These auf, dass sich durch die Rezeption von Computerspielen bei Heranwachsenden genderspezifische Wahrnehmungsmuster herausbilden. Hieraus werden Überlegungen zu einer Theorie zur Konstruktion virtueller Bilder im Gehirn formuliert. Die Ergebnisse dieser Forschungsarbeit leisten so einen Beitrag zur Formulierung einer medien- und geschlechtsspezifischen Wahrnehmungs- und Erinnerungstheorie.
Die bildungspolitische Konsequenz aus den Untersuchungsergebnissen liegt in der Notwendigkeit, mediatisierte Bild- und Erfahrungswelten in Bildungsprozessen zu thematisieren. Die Kinderzeichnung eignet sich in diesem Kontext sowohl als Mitteilungs- wie auch als Kompensations- und Imaginationsmedium.
Informationen zur Autorin
Annette Wiegelmann-Bals, geb. 1970. Studium der Fächer Textilgestaltung, Mathematik, Sachunterricht und Deutsch für die Primarstufe an der WWU Münster. 1996–2003 Lehrerin an verschiedenen Grundschulen. 2003–004 Graduiertenstipendiatin und zugleich Lehrbeauftragte an der Universität Paderborn. 2003–2007 Studium der Fächer Kunst und Pädagogik an der Universität Paderborn mit abschließendem Ersten Staatsexamen für das Lehramt Gymnasium/Gesamtschule. Seit 2004 Abordnung an die Universität Paderborn, Fach Kunst (Lehrstuhl Prof. Dr. Jutta Ströter-Bender). Arbeitsschwerpunkte: Qualitative empirische Forschung in der Kunstpädagogik, Interkulturelle Kunstpädagogik, E-Learning und Kulturvermittlung, Neue Medien und Ästhetische Sozialisation. 2007 Promotion.
Rezensionen:
»Diese Untersuchung berührt nicht nur die Kunstpädagogik und Ästhetische Bildung, sondern ist zugleich von großer Bedeutung für die Erziehungswissenschaften, die Kinder- und Jugendpsychologie, die Kunsttherapie und die Medienpädagogik. Es handelt sich hier auch um eine erziehungswissenschaftliche wie bildungspolitische Studie von hoher gesellschaftlicher Brisanz, der eine breite Beachtung im Interesse der nachfolgenden Generation zu wünschen ist.«
Jutta Ströter-Bender
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