Untersuchungen zu den redeeinleitenden Verben im Deutschen und Türkischen

Serpil Cankay

Untersuchungen zu den redeeinleitenden Verben im Deutschen und Türkischen

Kontrastive Sprachanalyse

Beiträge zur Kulturwissenschaft, Bd. 3

1. Aufl. 1998, 244 Seiten,
Broschur 14 x 21 cm
ISBN: 978-3-932740-32-9

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Ein besonders wichtiger Aspekt bei der Redewiedergabe sind die redeeinleitenden Verben, mit deren Hilfe Interpretationen, Bewertungen und Akzentuierungen jeglicher Art von seiten des Sprechers der Sekundäräußerung vorgenommen werden können, denn die Wahl der redeeinleitenden Verben ist weitgehend dem Belieben dieses Sprechers überlassen; d. h. er legt fest, welches Verb er nehmen möchte bzw. wie er die wiedergegebene Äußerung interpretiert haben möchte. Hierbei sind auch viele Möglichkeiten zur Manipulation gegeben. Dieser Tatbestand ist nicht nur für einzelsprachliche, sondern auch für kontrastive Sprachanalysen von großem Interesse, z. B. für den muttersprachlichen Unterricht, für die Fremdsprachendidaktik (Fremdsprachenunterricht), für die Übersetzungswissenschaft, für den Pressebereich (Nachrichtensprache, Journalistik).
Das Ziel der vorliegenden Untersuchung ist daher, die Funktion und Bedeutung einiger redeeinleitender Verben wie sagen (söyle-, de-), behaupten (iddia et-), erzählen (anlat-) sowie einiger vergleichbarer Verben wie glauben (inan-) oder meinen (san-) im Deutschen und Türkischen zu analysieren. Die in dieser Arbeit angewandte Methode ist im großen und ganzen die einer Distributionsanalyse. Die untersuchten Verben wurden sowohl unter syntaktischen wie unter semantischen Aspekten analysiert (z. B. mögliche syntaktische Umgebungsstrukturen; Bedeutungen der Verben in Abhängigkeit von der syntaktischen Umgebung sowie vom Kontext und von der Textsorte). Dabei wird z. T. auch auf die Homonyme der einzelnen Verben und ihre türkischen Entsprechungen eingegangen. Weiterhin werden Phraseologismen, die mit den einzelnen Verben gebildet werden und ihre Entsprechungen im Türkischen behandelt.
 

 


Informationen zur Autorin

Serpil Cankay, geb. 1968 in Letmathe, ist in Deutschland zweisprachig aufgewachsen. Sie studierte an der Universität Dortmund Germanistik (I. Staatsexamen für das Lehramt für die Sekundarstufe I), wo sie auch 1998 zum Dr. phil. promovierte. 

 

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