|
Konstanze PetersmannAm Rande der ungestillten BrunnenGedichte |
|
|
1. Auflage 2008, 72 Seiten, |
19,00 SFr |
|
Konstanze Petersmann möchte mit ihrer Poesie die Welt »lesbar« machen. Ihre Lyrik ist geprägt von Gedanken, Sinnlinien, mehrdeutigen Chiffren und Symbolen und von einer Bildhaftigkeit, die »schauend« erfasst werden wollen.
Die Suche nach einem zu Metaphysik durchstoßenden Glauben sieht sie – bereits in jedem Menschen schlummernd – als weitgehend unbewussten Urquell. Ursprung und Ziel ihrer Poesie ist dementsprechend die Annäherung an bestimmte »letzte« Wahrheiten. Dabei gehen ihre Gedichte eine Art »Liebesbeziehung« mit dem Kosmos ein. Durchdrungen von einer Lebendigkeit und Sinnlichkeit, einer atmosphärischen Dichte und Ursprünglichkeit, die den Leser tief ins Wurzelwerk ihrer Naturlyrik zieht und zugleich nach Blütenmonden greifen lässt, spüren ihre Worte den großen Antworten nach, ohne jemals den Grund ihrer eigentlichen Bedeutung zu verlassen.
Informationen zur Autorin
Konstanze Petersmann, geb. 1942 in Danzig, lebt und arbeitet in Düsseldorf. Seit 1993 veröffentlicht sie in Anthologien und Zeitschriften, 2004 erschien ihre erste Lyrikmonographie Spiegeltraum. In der »edition exemplum« erschien nach Am Rande der ungestillten Brunnen der Gedichtband Zum Lichtstern der Zeit (2010).
Leseprobe
BEIM LÄCHELN DES BLÜTENMONDES
gebeugt in versunkenem
Nachtatem erloschen die
Sphärenklänge des Seins
in die Nächtlichkeit –
… und es schwieg
der silberklingende Weltenraum:
trunken vom Licht
der Gestirne; und alsbald
entschwunden im Quell
der Vergessenheit:
umhüllt von zartem
Schleiergewebe des Sterbens,
– in irdischer Unendlichkeit
… beim Lächeln des vollen Blütenmondes
Gedichte