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Brigitte Lühl-WieseFranz Kafka – Der Schacht von BabelÜber das ›andere Geschlecht‹ seiner Zeichensysteme |
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1. Auflage 1999, 96 Seiten, |
24,00 SFr |
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Franz Kafka hat den Weg eines ›anderen‹ Denkens zum Gegenstand seines Schreibens gemacht. Er verließ die »Totschlägerreihe« von Ursache und Wirkung, er hebelte die Gesetze der Logik aus und entblößte in seinen Texten, die seine Leser Ängsten und Irritationen aussetzten, die paradoxe Innenseite der Welt.
Die Autorin folgt seinem Richtungssinn, hinab in die verdrängten mythischen Urbilder, empor in das Licht schwebender Klarheit. Abgrund und Himmelsgefilde erweisen sich, in korrespondierenden Texten anderer Dichter, als Korrelate voll unerkannter Perspektiven.
So gestaltet sich, nach der Exploration der mythischen und der philosophischen Sprachreisen mit Kafka die Ankunft in den Landschaften des ›weiblichen‹ Sprechens als der dritten Station der Expedition in die ›andere Rede‹ des Franz Kafka wie ein Versprechen: Kafka – ein feministischer Autor?
Informationen zur Autorin
Brigitte Lühl-Wiese lebt, nach langjähriger Tätigkeit in der Erwachsenenbildung und als Lehrbeauftragte der Universitäten Bochum (moderne Lyrik, Kafka-Forschung, Feministische Theorie) und Duisburg-Essen (Frauenstudien, Märchentheorie, Mythos-Forschung), als Literaturwissenschaftlerin in Essen. Ihre Veröffentlichungen spiegeln die Vertiefung bzw. Erweiterung ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit.
Publikationen (u. a.): Franz Kafka. Ein Vogel ging einen Käfig suchen (Merve, Berlin 1980); Franz Kafka – Der Schacht von Babel. Über das ›andere‹ Geschlecht seiner Zeichensysteme (Athena, Oberhausen 1999); Lonja und der Großvater. Texte und Steine (Athena, Oberhausen 2002); Heinrich von Kleist. Eine Paradoxe (Athena, Oberhausen 2008).
Über die Problematik der Psychoanalyse
von literarischen Texten