Die Welt als Spiel

Carl-Peter Buschkühle

Die Welt als Spiel

II. Kunstpädagogik: Theorie und Praxis künstlerischer Bildung

Kunst und Bildung, hg. von Carl-Peter Buschkühle, Joachim Kettel und Mario Urlaß, Bd. 2

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1. Auflage 2007, 344 Seiten
mit 87 schwarzweißen Abb.,
Broschur 15,8 x 23,5 cm
ISBN: 978-3-89896-283-4

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»[...] Wie im ersten Band ist also eine eindeutige Empfehlung auszusprechen. Tun wir’s in diesem Fall mit Elke Heidenreich: Lesen!«
Dana Braunert, www.lehrerbibliothek.de, Januar 2008

Die Welt als Spiel untersucht einflussreiche Aspekte der Gegenwartskultur und bestimmt davon ausgehend bedeutsame Herausforderungen und Eigenschaften einer zeitgemäßen künstlerischen Bildung. Auf der Grundlage dieser Überlegungen erforscht der kunstpädagogische zweite Band Merkmale einer künstlerischen Existenz und eines künstlerischen Denkens als Zielperspektiven für eine zeitgenössische künstlerische Bildung.

Im kulturtheoretischen ersten Band wird das Spiel als markantes Element der postmodernen Gesellschaft untersucht. Dabei stehen nicht Eventkultur und elektronische Spiele im Vordergrund, vielmehr wird das Spiel als charakteristische Eigenschaft des selbstbestimmt handelnden Subjekts aufgefasst. In dem Maße, in dem fortschreitende Entwicklungen der digitalen Technologien auf unterschiedlichen Gebieten dieses humanistische Ideal gefährden, gewinnen Fragen nach Eigenschaften und Chancen eines schöpferischen Individuums und seiner Lebenskunst neue Bedeutung.
Auf der Grundlage dieser Überlegungen erforscht der kunstpädagogische zweite Band Merkmale einer künstlerischen Existenz und eines künstlerischen Denkens als Zielperspektiven für eine zeitgenössische künstlerische Bildung. Untersuchungen zur Gegenwartskunst im Bereich der neuen Medien sowie zur Theorie der künstlerischen Produktion vertiefen die Bestimmungen von Eigenschaften und Herausforderungen einer künstlerischen Pädagogik. Die Arbeit mündet in einer Theorie der Ziele, Inhalte und Methoden künstlerischer Bildung sowie in einer umfangreichen Darstellung ihrer Praxis, welche künstlerische Projekte zu unterschiedlichen Themen in verschiedenen Jahrgangsstufen vorstellt. Die Welt als Spiel unternimmt auf diese Weise den Versuch einer Grundlegung künstlerischer Bildung.

 

Informationen zum Autor

Carl-Peter Buschkühle, geb. 1957. Studium der Kunst, der Philosophie und der Erziehungswissenschaften in Paderborn, Wuppertal und Köln. 1986–2000 Kunst- und Philosophielehrer am Gymnasium der Benediktiner in Meschede/Sauerland, zugleich 1989–2000 Lehrbeauftragter für Kunstwissenschaft an der Universität Wuppertal. 1996 Promotion mit einer Arbeit zur Kunstpädagogik von Joseph Beuys. 2006 Habilitation an der Universität Koblenz-Landau zum Thema digitale Kultur und künstlerische Bildung. 2000–2007 Professor für Kunstpädagogik an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. Seit 2007 Professor für Kunstpädagogik an der Universität Gießen. Arbeitsschwerpunkte: Theorie und Praxis der künstlerischen Bildung, philosophische Ästhetik und Kulturtheorie der Gegenwart, künstlerische Arbeit in den Bereichen Malerei und digitale Medien.

 

 

Rezensionen:

»Qualität und Vielfalt auch der beschriebenen künstlerischen Bildungspraxis ist hervorragend und beispielhaft, dem eher theoretischen Band 1 durchaus angemessen, kunstpädagogisch zugespitzt [...] sehr gelungene[ ] und lesenswerte[ ] Bände zur Bildung zwischen Kunst und Spiel als Ausschnitt von Welt und Kultur.«
Wolfgang Zacharias, Kulturpolitische Mitteilungen Nr. 122, 3/2008


»Die Arbeit erweist sich als singuläres Kompendium und zugleich als Ausdruck eines innovativen mehr-perspektivischen Forschungsansatzes. Dem Autor gelingt es in hohem Maße, die kultur- und kunsttheoretische Perspektive mit der kreativitäts- und spieltheoretischen Perspektive zu verbinden, diese Synthese wiederum in die kunstpädagogische Perspektive einzubeziehen und unter medientheoretischen und medienpraktischen Gesichtspunkten zu konkretisieren. Beide Bände sind übrigens so angelegt, dass jeder auch eigenständig für sich genommen funktioniert und seine spezifische Zielgruppe anspricht. Dessen ungeachtet sind sie dringend als Ganzes zu empfehlen.«
Frank Schulz, BDK-Mitteilungen 1/08


»Kunst ist ein Prinzip, das Prinzip dieses Prinzips ist das Spiel und das Spiel ist die Art und Weise, in der das Subjekt heutzutage leben muss, um sich selbst und seine Handlungsfähigkeit ständig zu entwerfen. Wenn die Kunst also Buschkühle zufolge – und Buschkühle ist mit seinen prominenten Gewährsmännern im Gepäck äußerst überzeugend – die neue Mutter der verschiedenen Disziplinen ist, so ist dieser erste Band von ›Die Welt als Spiel‹ nicht nur allen Kunstvermittlern zu empfehlen, sondern jedem, der sich mit der Frage beschäftigt, wie Subjektivität im Zeitalter von Pluralisierung und Digitalisierung zu begreifen und zu gestalten sein könnte. Offen bleibt allein die Frage, welche Konsequenzen der aktive Pädagoge aus den dargelegten theoretischen Konstrukten für seine Unterrichtspraxis ziehen sollte. Zum Glück hat Herr Buschkühle ja noch einen zweiten Band geschrieben.«
Dana Braunert,www.lehrerbibliothek.de, Januar 2008


»Im zweiten Band ›Kunstpädagogik: Theorie und Praxis künstlerischer Bildung‹ nun stellt Buschkühle seine Version einer ›künstlerischen Klugheitsbildung‹ vor. Diese nennt sich allerdings anders, nämlich ›künstlerische Bildung‹ und setzt sich durch diese Terminologie in ein sichtbares Spannungsverhältnis zur ›ästhetischen Bildung‹, die Otto und Selle, allerdings selbst in unterschiedlicher Auslegung, über lange Zeit zur wegweisenden Richtung der Kunstpädagogik erklärt hatten. [...]
Jeder Kunstpädagoge weiß aus eigener Erfahrung, wie schwierig es ist, die Kluft zwischen abstrakter Theorie und konkretem Handeln zu überbrücken. Mit Spannung war Buschkühles Sprung ins Praktische daher zu erwarten. Und überraschenderweise überzeugt er auch hier, genau wie er in der Theorie des ersten Bandes überzeugen konnte: Buschkühles Unterrichtsversuche, auf die nicht im Einzelnen eingegangen werden soll, zeichnen sich allesamt durch eine projektartige Anlage aus. Beeindruckend ist nicht nur die hohe Schülerorientierung der darstellten Unterrichtseinheiten (immer durch eine induktive Phase am Anfang in die Wege geleitet), sondern auch das Übergreifende aller Entwürfe, was neben Fächerübergriffen und häufig freier Wahl künstlerischer Techniken die Metamorphose von einem thematischen Schwerpunkt zu einem anderen meint. Es gibt kein stumpfes Nacheinander von zwei voneinander unabhängigen Themenblöcken. Große Projektentwürfe beinhalten hingegen organisch ineinander verwachsene Ideen, die nicht nur in ihrer Entwicklung die Partizipation durch die Schüler ermöglichen, sondern auch ein konzentriertes Arbeiten derselben an ganz eigenen und individuellen Fragestellungen implizieren. Entsprechend überzeugend sind auch die Ergebnisse der Schüler, welche Buschkühle exemplarisch als Dokumente der Unterrichtsreihen anführt. [...]
Wie im ersten Band ist also eine eindeutige Empfehlung auszusprechen. Tun wir’s in diesem Fall mit Elke Heidenreich: Lesen!«
Dana Braunert, www.lehrerbibliothek.de, Januar 2008

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