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Ludwig OechslinJohann Wolffgang Hartich – Meisterstück, Augsburg |
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1. Auflage 2006, 168 Seiten |
78,00 SFr |
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Im Herbst 2004 erwarb das Internationale Uhrenmuseum in der Schweiz das vermutliche Meisterstück des Johann Wolffgang Hartich aus Augsburg: eine um 1712 im Renaissance-Stil gebaute Türmchenuhr mit astronomischen Anzeigen.
Der Autor begegnete dieser Uhr erstmals 1987 in den Räumen der Firma Hübner in Wien. Zu dieser Zeit hatte sie aber noch kein Gewand, das heißt, es gab nur das Werk – ohne Gehäuse. Das Werk stammt ursprünglich aus der Sammlung von Hans von Bertele, dem bekannten österreichischen Uhrenhistoriker, und wurde nach dessen Ableben von der Firma Hübner in Wien angekauft. Herr Hübner bat dann im Sinne der bisherigen Forschung des Autors um eine Untersuchung der Uhr mitsamt ausführlichem Bericht. Der vorliegenden Publikation liegt in wesentlichen Teilen, insbesondere was die technische Beschreibung und die historische Einordnung des Werkes angeht, dieser Bericht von 1987 zugrunde. Er wurde aktuell ergänzt durch eine Beschreibung des zwischenzeitlich beigefügten Gehäuses und einigen Überlegungen zu der daraus entstehenden Problematik bezüglich Authentizität und Fälschung.
Mit dem Ankauf dieses wertvollen Stückes kann das Musée International d’Horlogerie in seiner Sammlung nicht nur eine Lücke füllen, sondern auch ein ganzes Konzept mit zusätzlicher Studie, Publikation und einer differenzierten Präsentation im Ausstellungsbereich des Museums verwirklichen.
Rezensionen:
»Im Herbst 2004 erwarb das Internationale Uhrenmuseum La Chaux-de-Fonds in der Schweiz eine um 1712 im Renaissance-Stil gebaute Türmchenuhr mit astronomischen Anzeigen. Es ist vermutlich das Meisterstück des Johann Wolffgang Hartich aus Augsburg.
Der Autor Ludwig Oechslin, Leiter des Museums, ist auch als Uhrenkonstrukteur mit internationalem Ruf bekannt. Er bekam schon 1987 den Auftrag, diese ursprünglich aus der Sammlung Bertele stammende Uhr zu untersuchen und zu dokumentieren. Auf dieser Grundlage entstand das vorliegende Buch. In seiner ihm eigenen, sehr gründlichen und professionellen Art beschreibt der Autor alle Facetten dieser Uhr.
Das Buch stellt eine sehr ausführliche technische Dokumentation bereit, die sowohl in den technischen Schemata und Zeichnungen, als auch in den vielen teils farbigen Abbildungen (Einzelteile auf Millimeterpapier) keine Wünsche an eine solche Arbeit offen lässt! Diese, zusammen mit den ausführlichen Beschreibungen und Berechnungen, lassen den versierten (Hobby-)Uhrmacher die Option offen, sich eine Replik der Uhr anzufertigen. Sicher eine Herausforderung, aber diese wird ja von vielen Uhrmachern gesucht! Dieses Buch sollte jeden ambitionierten Großuhrensammler, jeden Uhrenrestaurator und jeden uhrentechnisch Interessierten ansprechen und auch als eine Referenz für Untersuchungsberichte alter Uhren dienen. Kurz: Dieses Buch ist ein MUSS!«
Michael Stern, Berlin 2007
www.uhrenliteratur.de
»Kernstück des Buches sind die vollständige Vermessung und Beschreibung der Einzelteile und deren Ablichtung in verschiedenen Stellungen auf Millimeterpapier. Somit bietet das Buch eine spannende Dokumentation über das Innenleben und die äußere Erweiterung dieses Werkes und richtet sich sowohl an Besucher des Museums als auch an die Spezialisten in alten Uhren, besonders jedoch an Liebhaber dieses Metiers.«
Goldschmiede Zeitschrift, April 2007
»Ich bin absolut erfreut, dass dieses Buch publiziert wurde. Es dokumentiert nicht nur die faszinierende – aber wohl nicht einmalige – Geschichte einer Uhr mit ›Museumsqualität‹, sondern liefert auch ausgiebig Stoff zu Überlegungen, was echt und was Fälschung ist. Dieser Teil ist relativ einfach und vergnüglich zu lesen und als Herausforderung gedacht. Aber das macht zusammen nicht mehr als 20 der insgesamt 168 Seiten aus. Die 100 Seiten von Abschnitt 3, in denen das Uhrwerk im Detail beschrieben wird, gehören wahrscheinlich zum Anspruchsvollsten, auf das ein Uhrenexperte treffen kann. [...] Ich freue mich besonders, dass das MIH entschied [...] das Buch gleichzeitig in drei Sprachen aufzulegen. Dank Ludwig Oechslin, dem MIH und dem Spender hat die Uhrenliteratur damit einen nützlichen und anspruchsvollen Neuzugang erhalten.«
Fortunat Mueller-Maerki (aus dem engl. übersetzt von Dr. Bernhard Huber) in: DGC-Mitteilungen Nr. 110, Sommer 2007
»Die Dokumentation aller Einzelteile gleicht der Doktorarbeit von Ludwig Oechslin über die Farnesianische Uhr, alle Einzelteile werden auf Millimeterpapier gelegt, fotografiert und detailliert beschrieben. Interessant sind seine Überlegungen, die er zum hinzugefügten Gehäuse anstellt. [...] Ich finde diese Veröffentlichung hochinteressant und sehr lesenswert und rate allen Sammlern, die sich mit solchen Türmchenuhren befassen, sprich restaurieren oder kaufen, das Buch zu kaufen und aufmerksam zu lesen.«
Klassik Uhren 5/2007
Traduction française: Gauthier de Salis
English translation: Cecilia Hurley