Storys aus dem Baguette

Andreas Heidtmann

Storys aus dem Baguette

Einundzwanzig Geschichten

edition exemplum

1. Auflage 2005, 128 Seiten,
Engl. Broschur 13,8 x 21 cm
ISBN: 978-3-89896-239-1

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»Das hat der Rezensent selten erlebt: ein Buch aufschlagen, mit dem Lesen beginnen und – in helle Begeisterung ausbrechen, je weiter er kommt. […]
Die Geschichten ziehen den Leser sofort in ihren Bann, und die Art und Weise, wie sie grundsätzliche Fragen, wie die nach dem Wesen von ›Kunst‹ oder ›Liebe‹ behandeln, reicht weit über den Bereich der bloßen Unterhaltung hinaus.«
Muschelhaufen, Jahresschrift für Literatur und Grafik, Nr. 47/48 2007

»Was alle Geschichten vereint … sei das Moment des Fantastischen, das unvermutet im Alltäglichen aufscheine und das Leben Kopf stehen lasse.«

So werden in Andreas Heidtmanns einleitender Erzählung die Geschichten seines ebenfalls schreibenden Protagonisten von einem Kritiker beschrieben. Und mit diesem augenzwinkernden Kunstgriff kann der Leser auch schon ein wenig erahnen, was auf ihn zukommt: Eine fantastische Reise in Geschichten und zu Figuren voller Skurrilität, Liebenswürdigkeit, Komik und Tragik.

Da gibt es ein Mädchen mit verschiedenartigen Augen, einem träumenden und einem wachen, das bald erkennen muss, dass diese Gabe das Leben nicht immer einfach macht. Oder einen vermeintlichen Geigenvirtuosen, der so schlecht spielt, dass gerade daraus doch noch eine wahre Kunst entsteht. Nicht zu vergessen die junge Frau, die von ihrem Freund ein sehr sonderbares Buch geschenkt bekommt, dessen Helden plötzlich an ihrer Tür klingeln.

Das alles ist in einer wunderbaren, atmosphärisch dichten Sprache verfasst, ist berührend, kurzweilig und tiefsinnig zugleich, wie ein Märchenbuch für Erwachsene, das man – einmal aufgeschlagen – nicht mehr aus der Hand legen mag.

 

Informationen zum Autor

Andreas Heidtmann, geboren 1961 bei Wesel, Klavierstudium in Köln, Studium der Germanistik und Philosophie in Berlin. Schreibt Prosa und komponiert fürs Piano. Herausgeber des Poetenladens (www.poetenladen.de). Mehrere Stipendien und Preise, u. a. des Berliner Kultursenats und der Stadt Leipzig. Lebt in Berlin und Leipzig.

 

Rezensionen:

»Andreas Heidtmann hat die Fähigkeit, mit seinen Erzählungen ganze Imaginationsräume aufzuschließen und zu Ballsälen der Phantasie werden zu lassen. Mit dem Ende der Geschichten sind die weitertanzenden Gedanken des Lesers noch lange nicht zum Stillstand gekommen. Eine Erzählweise, die in ihrer Tiefgründigkeit in höchstem Maße erfrischend und inspirierend ist. Heidtmann stellt sich als Autor nicht über seine Figuren, im Gegenteil, er respektiert sie und so manche erscheint in ihrer Weisheit ›bigger than life‹, auch und gerade in den Momenten, in denen diese an der engen Begrenzung durch die Normalität ihres Umfeldes zu scheitern drohen. Gerade an diesen Wendepunkten lässt er seinen Figuren Raum, über sich selbst hinauszuwachen und zu reifen, und das alles auf einem begrenzten Angebot weniger papierner Seiten.«
www.tangokultur.info/literatur.htm, November-Ausgabe 2006

»Andreas Heidtmann, der 1961 geborene Erzähler der ›Storys aus dem Baguette‹, ist ausgebildeter Pianist, hat zudem Germanistik und Philosophie studiert. Während ersteres seinem Erzählen und der Komposition eines der schönsten Prosabände der letzten Jahre sicher viele zusätzliche Feinheiten beigegeben hat, hat zweiteres nicht geschadet, im Gegenteil: Die ›Storys‹ kommen mit einer Leichtigkeit daher, die ihresgleichen sucht, packen einen gleichwohl mit einer Lebendigkeit der skizzierten Figuren und Situationen, die man als Leser selten erleben kann.[...]«
Online-Ausgabe LISTEN, www.dielmann-verlag.de/listen/frame/listen.htm, 19.01.2006