Handeln im Unterricht

Hans-Jürgen Pitsch, Ingeborg Thümmel

Handeln im Unterricht

Zur Theorie und Praxis des Handlungsorientierten Unterrichts mit Geistigbehinderten

Lehren und Lernen mit behinderten Menschen, Bd. 11

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In Kooperation mit der Bundesvereinigung Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung e. V.
1. Aufl. 2005, 204 S., Broschur 14 x 21 cm
ISBN: 978-3-89896-237-7

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Handlungsorientierter Unterricht ist an Schulen für Geistigbehinderte weit verbreitet. Er will Schüler nicht nur selbst etwas tun lassen, sondern sie sollen sich auch an der Planung der Handlung, der Kontrolle, der Bewertung des Ergebnisses und selbst an der Festlegung des Handlungsziels beteiligen. Die Quellen dieser Unterrichtsform finden sich in der Reformpädagogik. Eine ausgeformte Handlungstheorie gab es noch nicht, so dass sich Planung und Vorbereitung eines solchen Unterrichts bisher auf kein schlüssiges Konzept stützen konnten.
Das vorliegende Buch verbindet den Grundgedanken des Handlungsorientierten Unterrichts mit der Tätigkeitstheorie der Kulturhistorischen Schule, der Theorie der Handlungsregulation und mit einem abgestuften Konzept zunehmender Beteiligung der Schüler an allen Phasen der Handlung. Diese theoretische Untermauerung erlaubt die Formulierung sehr präziser Hinweise zur Unterrichtsplanung, die an Beispielen weiter erläutert werden. Zahlreiche Arbeitsaufträge dienen der Strukturierung und Sicherung des Wissenserwerbs des Lesers. Er kann Lehrer für Geistigbehinderte sein, Studierender, Erzieher, Sozialpädagoge, Referendar, Seminarleiter, Schulaufsichtsbeamter oder interessierter Laie.

Rezensionen:

»Den Autoren ist es gelungen, ein etabliertes Unterrichtskonzept auf dem Hintergrund eines erweiterten Theorieverständnisses zu aktualisieren. Ihre Publikation wird den Horizont der Geistigbehinderten-Didaktik maßgeblich erweitern.«
Vierteljahresschrift für Heilpädagogik und ihre Nachbargebiete  76 (2007)

»Mehr als 25 Jahre nach Mühls ›Handlungsbezogener Unterricht mit Geistigbehinderten‹, ist die Handlungsorientierung für den Unterricht an Schulen für Geistigbehinderte immer noch sehr aktuell. Das vorliegende Buch liefert umfassende Informationen zu allen Bereichen, die eine Handlung bzw. Handlungsorientierung betreffen. Ausgehend von verschiedenen Theorien schaffen die Autoren ein Fundament für den Handlungsorientierten Unterricht, von dem aus konkrete Hilfestellungen für die Unterrichtsplanung gegeben werden. Das Buch ist als Studienbuch konzipiert und enthält zahlreiche Arbeitsaufträge, die den Leser dazu anregen, die theoretischen Überlegungen auf ihre Praxisrelevanz hin zu prüfen. Im letzten Kapitel werden Vorschläge zur Bearbeitung und Lösung der Arbeitsaufträge gegeben. Die umfangreichen Literaturhinweise und ­empfehlungen sind sehr übersichtlich jeweils am Ende des Kapitels aufgelistet.
B. Bauer, www.lehrerbibliothek.de

»Sehr praxisorientierte und gut strukturierte Hinweise zur Vorbereitung handlungsorientierten Unterrichts [...] leiten über zu konkreten Unterrichtsbeispielen. Es gelingt den Autor(inn)en, handlungsorientierten Unterricht als Konzept zu begründen und praktisch vorzustellen [...]. Dazu werden Grundgedanken des handlungsorientierten bzw. handlungsbezogenen Unterrichts mit der Tätigkeitstheorie der Kulturhistorischen Schule, der Theorie der Handlungsregulation und mit einem abgestuften Konzept zunehmender Beteiligung der Schüler an allen Phasen der Handlung in Bezug gesetzt. Die theoretische Untermauerung erlaubt die Formulierung sehr präziser Hinweise zur Unterrichtsplanung. [...]
In vieler Hinsicht trägt das hier vorgestellte Buch zu einer notwendigen begrifflichen und vor allem auch inhaltlichen Klärung bei; es ist deshalb für alle nützlich, die Kinder mit Förderbedarf im Bereich Geistige Entwicklung unterrichten oder die dabei sind, sich diese Kompetenz anzueignen oder sich aus anderen Gründen dafür interessieren.«
Theo Klauß, Geistige Behinderung 2/06

»[...] Nach der theoretischen Untermauerung geht es in den weiteren Kapiteln um die Formulierung sehr präziser Hinweise zur Unterrichtsplanung, die auch an Beispielen von Thümmel weiter erläutert werden. Zahlreiche Arbeitsaufträge dienen der Strukturierung und Sicherung des Wissenserwerbs des Lesers. Das vorliegende Lehrbuch kann und soll daher allen Studierenden und Lehrpersonen der Praxis empfohlen werden [...].«
Erhard Fischer, lernen konkret, 2/2006

»Das Buch ist als Einführung in die handlungsorientierte Didaktik und der kulturhistorischen Schule als eine ihrer wissenschaftstheoretischen Grundlegungen sehr gut geeignet, und öffnet dem Leser einen sehr viel fundierteren Einblick in die Hintergründe der handlungsorientierten Didaktik, als dies bisherige Lehrbücher vermögen.«
Christoph Ratz, Sonderpädagogische Förderung 51 (2006) 3

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