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Philomène AtyameMord ohne AnklageEine Erzählung nach wahren Ereignissen in KamerunLiteraturen und Kulturen Afrikas, hg. von Yomb May, Bd. 5 |
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1. Aufl. 2006, 78 Seiten |
21,00 SFr |
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Abomo, eine Witwe, die im Süden Kameruns im Dorf ihres verstorbenen Mannes lebt, erfährt eines Tages, dass ihr ältester Sohn im Wald erschossen worden ist. Es stellt sich heraus, dass Esson von seinem Cousin ermordet wurde.
Weder die Dorfbewohner noch ihre eigene Familie unterstützen Abomo bei dem Versuch, den Täter zur Rechenschaft zu ziehen. Die grausame Tat verweist einerseits auf die Schattenseiten der dörflichen Bräuche und Traditionen – der Hass der Dorfbewohner auf die Witwe und der Kampf um das Erbe sind mögliche Mordmotive. Andererseits bilden im Hintergrund die dunklen Machenschaften der »Großen« und die Hilflosigkeit der »Kleinen« die Folie für das schreckliche Geschehen. Abomo zerbricht schließlich an ihrem Schicksal.
Philomène Atyame, geb. 1966 in Bertoua, Kamerun, studierte Germanistik an der Universität Yaoundé, wo sie 1990 die Licence-Prüfung ablegte. 1995 Magistra Artium, 2001 Promotion zum Dr. phil. an der Universität Hamburg. Seit 2003 lehrt sie Germanistik an der Universität Yaoundé I. Die Erzählung Mord ohne Anklage ist ihr zweites Prosawerk nach dem stark autobiographisch geprägten Roman Abengs Entscheidung (2002). Zuletzt erschienen Salomos Söhne (2009) und Die Geheimnisse meiner Zunge (2010).
Rezensionen:
»Eine wahre Geschichte, die nur wenige Herzen in Kamerun bewegte, weil nur wenige Menschen davon erfuhren. Auch wenn die Fakten wahr sind, hat die Autorin Personen- und Ortsnamen geändert. Sie hat die Geschehnisse strukturiert und in einen Rahmen gestellt, der ihnen zugleich eine neue allgemeine Bedeutung verleiht.«
Professor David Simo, Universität Yaoundé
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