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Bernd Fichtner, Maria Teresa Freitas, Roberto Monteiro (Hg.)Kinder und Jugendliche im Blick qualitativer ForschungKulturhistorische Schule, Phänomenologie und Ethnografie in Brasilien und DeutschlandKulturen des Lernens, hg. von Eine Schriftenreihe des International Education Doctorate INEDD an der Universität Siegen, Bd. 1 |
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1. Auflage 2003, 428 Seiten, |
45,50 SFr |
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Der Band enthält die Beiträge des inter-institutionellen Symposiums »Kinder und Jugendliche im Blick qualitativer Forschung« der Universitäten Juiz de Fora und Siegen, das im August 2001 in Brasilien stattfand. Die Beiträge gliedern sich in fünf thematische Komplexe: Theorie und Methodologie, Kinder und Kindheit – Jugendliche und Jugend in zwei Kontinenten, Literalität als kulturelle Praxis von Kindern und Jugendlichen, Mathematik und ihre Aneignungsprozesse und schließlich Kinder und Jugendliche in extremen Situationen.
Die Beiträger gehen mitunter ganz eigene Wege. Einige führen durch bekanntes, andere durch unsicheres, unvermessenes Gelände. Während sich die Qualitative Sozialforschung als gesichertes Topos in der Forschungslandschaft etabliert hat, sind es drei unterschiedliche, zum Teil gegensätzliche Paradigmen, die den Blick auf ein unbekanntes Terrain öffnen, und zwar Ethnografie, Phänomenologie und Kulturhistorische Schule.
Der deutsch-brasilianische Dialog beleuchtet eine Forschungslandschaft, deren Vielfalt, Reichtum und Andersartigkeit überraschen. Diese Landschaft erschließt sich in einem Vergleich, der helfen kann, das Fremde und Unbegriffene in dem Allzu-Selbstverständlichen und Vertrauten der eigenen Praxis wahrzunehmen.
Die Beiträge:
Maria Teresa de Assunção Freitas: Der Kulturhistorische Ansatz als Perspektive in der Qualitativen Forschung
Wilfried Lippitz: Phänomenologische Forschungen über Kinder aus philosophischer und erziehungswissenschaftlicher Sicht
Roberto Alvez Monteiro: Einige Herausforderungen qualitativer Forschung in der Pädagogik – eine ethnographische Perspektive
Barbara Friebertshäuser: Das Andere im Spiegel des Eigenen – Probleme des Verstehens fremder Lebenswelten
Sonia Kramer: Autorschaft und Autorisation: Ethische Aspekte der Forschung mit Kindern
Vitória Helena Cunha Espósito: Kind und Erkennen: Sinn und Möglichkeiten
Marilia Amorim: Stimmen und Stille in der brasilianischen Forschung über Straßenkinder
Imbke Behnken und Jürgen Zinnecker: Kindheit als soziale und kulturelle Institution der Europäischen Moderne – Fallstudien in der Tradition der Elias’schen Zivilisationstheorie
Andréa Borges de Medeiros: »Die Leute mögen keine Schwarzen«
Jochen Dietrich: »Romantische Wissenschaft« als Perspektive in der Qualitativen Forschung – Ein Forschungsprojekt mit Jugendlichen in Deutschland und Brasilien
Rita Marisa Ribes Pereira: Kindheit und Fernsehwerbung in Brasilien: Eine Forschungsmethodologie in Konstruktion
Claudia da Costa Guimarães Santana, Vera Maria Ramos de Vasconcelos und Helena Amaral da Fontoura: Vygotsky und die Strukturen der Interaktion: Eine Studie über Räume und Raumorganisation in der brasilianischen Vorschulerziehung
Maria Lucia Cunha Lopes de Oliveira: Gesundheit von Kindern und Jugendlichen als Herausforderung – eine kulturhistorische Studie über die Rolle von Lehrern im öffentlichen Erziehungssystem Brasiliens
Lucia Helena G. Teixeira: Zur Identität der brasilianischen Schule in der Sicht der Schüler
Ana Paula de Paula Loures de Oliveira und Luciane Monteiro Oliveira: Zu einer Ethnographie des Wissens: Das Projekt »Archäologische und Kulturelle Kartographie
der Zona da Mata Mineira«
Bernd Fichtner: Der Ansatz der Kulturhistorischen Schule – Möglichkeiten und Verlegenheiten am Beispiel eines interkulturellen Forschungsprojektes über Lesen und Schreiben als kulturelle Praxis Jugendlicher
Sérgio Roberto Costa: Intersubjektivitäten, Interdiskursivitäten – Qualitatives Interview und der Umgang mit der Schriftsprache
Jane Maria Braga: Abenteuerliche Wege des Lesens und Schreibens bei jugendlichen »Role Play Game« Spielern
Ana Elisabete Lopes und Solange Jobim e Souza: Fotografieren und Erzählen: Eine Strategie zur Forschung und zur Produktion von Wissen im Kontext der Schule
Eliana Toledo Sirimarco Franco und Roberto Alves Monteiro: Hochbegabte Kinder: Erfahrungen mit fünf Grundschulkindern
Luciléia Rodrigues de Freitas: Das Lesen in der brasilianischen Schule: Wege und Entdeckungen
Verilda Speridião Kluth: An Phänomenen orientiertes Erleben im Mathematikunterricht
Ocsana Danyluk: Mathematische Alphabetisierung: Die mathematische Schrift des Kindes
Maria Aparecida Viggiani Bicudo: Qualitative Forschung in phänomenologischer Perspektive am Beispiel des Mathematikverständnisses von Kindern und Jugendlichen
Maria Aperecida Viggiani Bicudo und Rosa Monteiro Paulo: Eine phänomenologische Untersuchung zum Verstehen von Geometrie
Magda Dimenstein und Rosângela Francischini: Leben und Arbeit »auf der Kippe« – Kinder und Jugendliche auf der Mülldeponie Cidade Nova in Natal/RN
Carmen Lúcia Guimarães de Mattos: Widersprüche im Alltag der Anstalten für straffällige Jugendliche –das ethische Dilemma und die Gewalt
Edna Aparecida Barbosa de Castro: Gesundheit und lokales Wissen: Die kulturelle Dimension der Gesundheitspflege
Ana Emília Fernandes de Miranda: Wahrnehmung des Raumes – Möglichkeiten der Vertiefung des Empfindungsvermögens bei Blinden
Globalisierung und Regionalisierung im interkulturellen Diskurs