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Katja BergmannHör-GängeKonzeption einer Hörerziehung für den DeutschunterrichtLesen und Medien, hg. von Peter Conrady und Thomas Eicher, Bd. 5 |
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3. Auflage 2006, 272 Seiten, |
38,00 SFr |
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In diesem Buch wird Hören als Gegenstand und als Prozeß des Lernens beschrieben. Das Hören ist dabei ein Weg, der zu Kommunikations- und Interaktionsfähigkeit führt sowie zur Ausbildung des Verstehens sozialer, akustischer und literarischer Phänomene. Dem Hören wird also nicht, wie sonst in der Schule üblich, eine ausschließlich instrumentelle Funktion innerhalb von Spracherwerb und Sprecherziehung zugewiesen, sondern es wird als ein eigenes Lernfeld aufgefaßt.
Im Zentrum des von der Autorin dieses Bandes konzipierten Hör-Curriculums stehen drei Bausteine zur Entwicklung und Schulung des Hörverständnisses für den Unterricht. Sinneswahrnehmung wird als ganzheitliches Phänomen sensorischer Integration begriffen, an der nicht nur das jeweilige Sinnesorgan, sondern der ganze Körper beteiligt ist.
Diese drei Bausteine Körperwahrnehmung, Hörgänge und Aktiver Deutschunterricht bestehen aus exemplarisch angelegten Übungen und können auch fächerübergreifend und in unterschiedlichen Schulstufen eingesetzt werden. In die Körperübungen werden Elemente der Feldenkrais- bzw. der Gindler-Jacoby-Arbeit integriert. Die Hörübungen basieren auf Arbeiten des Komponisten und Hörforschers Murray Schafer. Mit den Anregungen für einen aktiven Deutschunterricht wird ein handlungs- und produktionsorientierter Ansatz verfolgt.
Durch die Hörschule sollen neue Hörprozesse in Gang gesetzt und eingeübt werden, die es den Schülerinnen und Schülern ermöglichen, Hörentscheidungen differenziert und den persönlichen Bedürfnissen entsprechend zu treffen.
Informationen zur Autorin
Katja Bergmann, geb. 1967, Physiotherapeutin und Grundschulpädagogin, seit 1995 als wissenschaftliche Mitarbeiterin (Deutschdidaktik) an der Freien Universität Berlin.