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Hans-Jürgen PitschZur Theorie und Didaktik des Handelns Geistigbehinderter |
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2. Aufl. 2005, 392 Seiten, |
50,00 SFr |
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Die Förderung der selbständigen Handlungsfähigkeit Geistigbehinderter gerät als pädagogische Aufgabe zunehmend stärker in das Bewußtsein der pädagogischen Öffentlichkeit. Bemühungen zu solcher Förderung bedürfen jedoch einer Orientierung, die bislang nur eingeschränkt zur Verfügung steht.
Der Pädagogik fehlt eine am Kind, am Schüler orientierte Handlungstheorie, zu welcher Philosophie, Soziologie und Psychologie nur bescheidene Beiträge liefern können. Erst die Psychologie der Kulturhistorischen Schule und die von ihr beeinflußte Arbeitspsychologie bieten adaptierbare Konzepte von Handeln, Handlung und Handlungsregulation, die mit mitteleuropäischen konstruktivistischen und betriebswirtschaftlichen Konzepten verbunden werden. Lernen zu handeln kann so im Sinne der Kulturhistorischen Schule als Aneignung beschrieben werden, die als Interiorisation und Exteriorisation (Leontjew, Galperin) verläuft und in konstruktivistischer Didaktik (Aebli) eine sinnvolle Ergänzung erfährt.
Die Abfolge der dominierenden Tätigkeiten (Leontjew), die Etappen der Interiorisation (Galperin) und die bildungstheoretische wie lehr-lern-theoretische Analyse der Struktur der Lerninhalte konstituieren Feusers Konzept einer Entwicklungslogischen Didaktik, welches leicht verändert und insbesondere um die Dimension »Steuerung der Schülertätigkeit« ergänzt wird. Die so entwickelte Erweiterte Entwicklungslogische Didaktik findet ihre ideale unterrichtliche Verortung im Projektunterricht, der die höchsten Anforderungen an selbständiges Zielfestlegen, Planen, Entscheiden, Ausführen und Kontrollieren durch die Schüler stellt. Aufgabe der Schule für Geistigbehinderte ist dann die Förderung genau dieser Fähigkeiten, wozu ansatzweise ein Lehrplan skizziert wird.
Informationen zum Autor
Hans-Jürgen Pitsch, Diplom-Pädagoge, Sonderschulrektor a.D. Ausbildung als Volks- und Sonderschullehrer. Mitarbeit in der Lehreraus- und fortbildung, der Fortbildung sozialpädagogischer Fachkräfte und der Ausbildung von Heilerziehungspflegern. 22 Jahre Schulleiter an Schulen für Geistigbehinderte, darunter zwei Neugründungen. Beratungstätigkeit in Süd-Korea. Zur Zeit Lehrbeauftragter (professeur chargé de cours) am Institut d’Etudes Educatives et Sociales in Fentange-Livange, der Fachhochschule für Sozialpädagogik des Großherzogtums Luxemburg.
Rezensionen:
»Anliegen der umfang- und facettenreichen Trilogie ist es, Lehrern und Erziehern eine Orientierung hinsichtlich der Förderung der Handlungsfähigkeit von Schülern mit geistiger Behinderung zu geben. [...] Die Bände sind klar strukturiert, beinhalten zahlreiche Abbildungen und Zeichnungen sowie ein Schlagwortverzeichnis. Sie erfüllen daher auch den Charakter eines Lehrbuches, auf dessen Inhalte man immer wieder neu zurückgreifen kann. Die Texte sind aufgrund der klaren Sprache auch für Studierende gut lesbar, darüber hinaus sind sie Sonderschullehrern und Lehrenden an Hochschulen sehr zu empfehlen.«
Zeitschrift für Heilpädagogik 5/2004 (Besprechung der drei Bände: Zur Theorie und Didaktik des Handelns Geistigbehinderter, Zur Entwicklung von Tätigkeit und Handeln Geistigbehinderter, Zur Methodik der Förderung der Handlungsfähigkeit Geistigbehinderter)
Zur Theorie und Praxis des Handlungsorientierten Unterrichts mit Geistigbehinderten