Zur Entwicklung von Tätigkeit und Handeln Geistigbehinderter

Hans-Jürgen Pitsch

Zur Entwicklung von Tätigkeit und Handeln Geistigbehinderter

Lehren und Lernen mit behinderten Menschen, Bd. 5

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In Kooperation mit der Bundesvereinigung Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung e. V.
1. Aufl. 2002, 192 S., Broschur 15,8 x 23,5 cm
ISBN: 978-3-89896-136-3

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Die Förderung der selbständigen Handlungsfähigkeit Geistigbehinderter gerät als pädagogische Aufgabe zunehmend stärker in das Bewusstsein der pädagogischen Öffentlichkeit. Bemühungen zu solcher Förderung bedürfen jedoch einer Orientierung, die bislang nur eingeschränkt zur Verfügung stand.

In vorliegendem Buch wird als eine Orientierungsmöglichkeit die Entwicklung kindlicher Tätigkeit und kindlichen Handelns aus drei Blickwinkeln betrachtet, die zusammengeführt Eltern, Lehrern und Erziehern als Orientierungshilfe dienen können. Die Entwicklung kindlicher Tätigkeit wird – abweichend von traditionellen Ansätzen – entlang der Entwicklung der dominierenden Tätigkeiten nach Leontjew beschrieben, wobei die besondere Bedeutung des Erwachsenen als Vermittler zwischen Kind und Welt betont wird. Die Beschreibung des kindlich-individuellen Lernens folgt zum einen der Aneignungstheorie der Kulturhistorischen Schule, zum anderen der subjektbezogenen Beschreibung durch Piaget, womit auch die selbstkonstruktiven Lernereignisse in die Entwicklung der Tätigkeit mit einbezogen werden. Beobachtbare Tätigkeit äußert sich in Bewegungsverhalten, dessen Entwicklung nach den Vorschlägen von Stemme und von Eickstedt in das Gesamtkonzept integriert wird.
Hierdurch entsteht ein breiteres Bild kindlicher Entwicklung, die von der Bewegung ausgehend zur Tätigkeit führt und ihren Höhepunkt in der gezielten, geplanten und gesteuerten Tätigkeit, im Handeln, findet. Besondere Probleme dieser Entwicklung bei Geistigbehinderten werden ebenso erörtert wie Fragen einer Lebensorientierung in der Arbeit.

 


Informationen zum Autor

Hans-Jürgen Pitsch, Diplom-Pädagoge, Sonderschulrektor a.D. Ausbildung als Volks- und Sonderschullehrer. Mitarbeit in der Lehreraus- und ­fortbildung, der Fortbildung sozialpädagogischer Fachkräfte und der Ausbildung von Heilerziehungspflegern. 22 Jahre Schulleiter an Schulen für Geistigbehinderte, darunter zwei Neugründungen. Beratungstätigkeit in Süd-Korea. Zur Zeit Lehrbeauftragter (professeur chargé de cours) am Institut d’Etudes Educatives et Sociales in Fentange-Livange, der Fachhochschule für Sozialpädagogik des Großherzogtums Luxemburg.

 


 

Rezensionen:

»Anliegen der umfang- und facettenreichen Trilogie ist es, Lehrern und Erziehern eine Orientierung hinsichtlich der Förderung der Handlungsfähigkeit von Schülern mit geistiger Behinderung zu geben. [...] Die Bände sind klar strukturiert, beinhalten zahlreiche Abbildungen und Zeichnungen sowie ein Schlagwortverzeichnis. Sie erfüllen daher auch den Charakter eines Lehrbuches, auf dessen Inhalte man immer wieder neu zurückgreifen kann. Die Texte sind aufgrund der klaren Sprache auch für Studierende gut lesbar, darüber hinaus sind sie Sonderschullehrern und Lehrenden an Hochschulen sehr zu empfehlen.«
Zeitschrift für Heilpädagogik 5/2004 (Besprechung der drei Bände: Zur Theorie und Didaktik des Handelns Geistigbehinderter, Zur Entwicklung von Tätigkeit und Handeln Geistigbehinderter, Zur Methodik der Förderung der Handlungsfähigkeit Geistigbehinderter)

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