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Viktor Szendrödi, Ernst-Jörg Friedl, Giselher GuttmannFAMOUS – Faktoren und Module Untersuchungssystem zur Erfassung kognitiver LeistungsdefiziteEin computergestütztes Verfahren zur Erfassung quantitativer und qualitativer Merkmale mentaler Fähigkeiten in intakten und gestörten Leistungsbereichen |
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2002, Programm-CD-ROM inkl. Manual |
2.100,00 SFr |
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Mit dem computerassistierten Test FAMOUS (lauffähig auf allen MS-Windows-Plattformen ab Windows 95 über NT bis XP Professional) wird ein pathopsychometrisches Verfahren vorgelegt, das wesentliche Eigenschaften herkömmlicher Intelligenztests und spezieller Systeme der Demenzbeurteilung in sich vereint, detaillierte Aussagen über qualitative und quantitative Merkmale demenzieller Syndrome und gegebenenfalls den Nachweis intakter kognitiver Leistungsfähigkeit ermöglicht. Die Einsatzbereiche des Verfahrens erstrecken sich auf alle Erkrankungen, mit denen in der Regel kognitive Leistungseinbußen einhergehen:
Eine besondere Bedeutung kommt dem Verfahren aufgrund seiner hohen Sensibilität bei der Früherkennung demenzieller Erkrankungen vom Alzheimertyp zu.
Die Testabnahme erfordert einen Zeitaufwand von durchschnittlich 50 Minuten und führt zur sofortigen Ausgabe 15 diagnostisch relevanter Parameter, nebst klinischer Einstufung des Probanden entlang einer zehnstufigen Skala.
Alle Messergebnisse werden zweifach abgespeichert: in einer Datenbank – zur Sicherung der Möglichkeit einer wissenschaftlichen Aufarbeitung der erhobenen Daten – sowie in einer temporären Textdatei, welche das Hinzufügen von Kommentaren und Bemerkungen des Testanwenders ermöglicht.
Das Verfahren, dessen Reliabilität über 0.80 liegt, beinhaltet zwei Parallelserien und lässt somit auch kurzfristige Testwiederholungen zu.
Die umfangreichen theoretischen Arbeiten und nicht zuletzt die große Zahl der für die Validierung des Verfahrens erforderlichen Experimente nahmen eine mehr als zehn Jahre währende Entwicklungsarbeit in Anspruch. In dieser Zeit konnte eine Vielzahl klinischer Beobachtungen mit unterschiedlichen diagnostischen Fällen gemacht werden. Im Anhang des Testmanuals wird aus den bisher gewonnenen Erfahrungen – mit dem Ziel, die Interpretationsarbeit zu erleichtern – eine Sammlung aufschlussreicher Beispiele dargestellt.
Wir bieten mit dem Test auch ein Supportprogramm an, im Rahmen dessen Fragen, die sich beim Einsatz des Instrumentes ergeben, rasch und unbürokratisch beantwortet werden. Auch beantworten wir Ihnen vor dem Ankauf des Tests unter der E-Mail-Adresse famous@athena-verlag.de gerne Ihre spezifischen Fragen.
Rezensionen:
Amazon: 05.10.05
»Ein wesentlicher Vorzug des Verfahrens besteht neben der unkomplizierten Testabnahme in der sofortigen Verfügbarkeit der Testresultate. Langwierige Auswertungsverfahren bleiben dem Anwender erspart. Die Leistungsparameter, die vom Programm automatisch berechnet werden, erteilen nicht nur über die kognitiven Fähigkeiten in diversen Leistungsbereichen Aufschluss, sondern informieren auch, bis in differenzierte diagnostische Bereiche hineinreichend, über mögliche Ursachen beobachtbarer Leistungseinbußen. Der Umstand, dass der Test über zwei Parallelserien verfügt, wertet das Verfahren insofern zusätzlich auf, als durch die Wiederholbarkeit der Messungen eine therapiebegleitende Verlaufsbeobachtung ermöglicht wird ...«
Primarius Dr. Anton Tölk-Hanke, Leiter der Abteilung für stationäre Psychotherapie der Landes-Nervenklinik Wagner-Jaureg in Linz
»In der klinischen Praxis der Psychiatrie erhebt sich immer häufiger die Notwendigkeit einer detaillierten, validen und auch zeitlich handhabbaren psychometrischen Testung kognitiver Leistungen bei einer großen Gruppe von Patienten mit diversen diagnostischen Einordnungen. Die klinische Psychologie verfügt für diese Fragestellung mittlerweile über eine Reihe von Testinstrumenten, die sich im klinischen Alltag gut bewährt haben. Nicht selten bleiben aber eine Reihe von grundlegenden konzeptuellen und theoretischen Problemen bei den Einzelverfahren offen und wird, überdeckt von einer eingespielten Anwendungsroutine, häufig auch nicht geklärt und psychometrisch revidiert.
Das Autorenteam um Prof. Dr. Giselher Guttmann, em. Ordinarius am Institut für Psychologie der Universität Wien, legte nun nach langjähriger Entwicklung und empirischer Überprüfung ein computergestütztes Untersuchungssystem zur Erfassung kognitiver Leistungsdefizite vor, das in mehrfacher Hinsicht besticht und eine erfreuliche Bereicherung auch für den klinischen Alltag von Psychiatrie und Psychotherapie verspricht.
Die Autoren bemühten sich in der Konzeption ihre Messmodells um eine Integration von bewährten Ansätzen aus der v. a. faktorenanalytisch begründeten Intelligenzforschung sowie aus problemrelevanten Ergebnissen der kognitiven Psychologie, Entwicklungspsychologie und Motivationsforschung. In ihrer konzeptuell und theoretisch überzeugend begründeten Synthese gelang es, eine nahezu vollständige Taxonomie der menschlichen Problemlösungsfähigkeit zu erstellen, gleichzeitig aber wichtige motivationale und entwicklungspsychologische Aspekte zu integrieren. Mit großer Sorgfalt wurde das Problem der Beziehung von Lösungsgüte und Lösungsgeschwindigkeit thematisiert und überzeugend in einen Testvorgang beim individuellen Probanden übersetzt. Auch das stets zu problematisierende Zusammenspiel von persönlicher Leistungsdisposition und möglicher Beeinflussung durch äußere Belastungsfaktoren wurde in der Testkonstruktion beachtet und vorteilhaft gelöst. Der Schwierigkeit, den meist aus einer Querschnittsbefundung resultierenden Testdaten eine auch prozesshafte Interpretation verleihen zu können, wurde durch Nutzung ergopsychometrischer Informationen begegnet. Sowohl die auf eine möglichst vollständige Erfassung der Breite und Güte kognitiver Leistungsfähigkeit angelegte Testung als auch die Berücksichtigung grundlegender motivationaler Einflüsse und prozessbestimmter Variablen versprechen für die Belange des klinischen psychiatrischen Alltags einen wichtigen Forschritt. Ein konkretes Beispiel etwa wäre die feine psychopathometrische Differenzierung von kognitiven Leistungseinbußen eines Patienten zu Beginn einer dementiellen Entwicklung, die zusätzlich auch noch von einer initialen depressiven Symptomatik kompliziert wäre.
Die Psychometrik umfasst eine Reihe von Subtests (Wort-Recall, Zuordnung von Unterbegriffen zu Oberbegriffen, Identifikation von Buchstabensequenzen, Erklärung für Sachverhalte, Flächentransposition optischer Reizvorlagen, sinnvolle Reihung von Zeichen, Finden analoger Begriffe, Überprüfung von Aussagen auf Objektivierbarkeit, Finden von Wörtern mit drei bestimmten Anfangsbuchstaben, Suchen nach Zahlen in einer Kolonne, Vervollständigen von Mustern, lineare Transposition optischer Reizvorlagen, sinnvolle Reihung von Begriffen, Herausfinden nichtpassender Begriffe, Anwendung logischer Sätze, Erkennen von Begriffen in Aktualgenese, Zahlenproduktion in umgekehrter Ziffernfolge, Bestimmen von Schlüsselbegriffen, Vergleich von optischen Reizvorlagen mit Zeitverzögerung, Verdichtung des Sinngehalts von Sprichwörtern, Invertierung analoger Begriff, Analyse begrifflicher Strukturen). Mit Hilfe dieser Subtests lassen sich Profile in den grundlegenden Leistungsdimensionen des konvergenten, divergenten und integrativen Denkens erstellen, lässt sich ein ergopsychometrischer Index anzeigen wie auch der Differenziertheitsgrad der kognitiven Leistungsfähigkeit begründen. Reliabilitäts- und Validitätsgrößen sind überzeugend. Erfreulicherweise existiert auch eine Parallelversion für eine notwendige rasche Testwiederholung.
Das computerassistierte Testverfahren ist einfach zu bedienen. Von großem Gewinn sind die rasch verfügbare Auswertung und die Kondensation der Testergebnisse in einen gut lesbaren, computergenerierten Interpretationstext. Anhand zahlreicher instruktiver Beispiele aus dem klinischen Alltag wird die breite Anwendbarkeit des vorgelegten Testsystems demonstriert.
In einer zusammenfassenden Beurteilung kann den Autoren für ihre große psychometrische Leistung nur gratuliert werden. Eine möglichst intensive Erprobung ihres Systems in den vielfältigen Anwendungsbereichen der klinischen Psychiatrie und Psychotherapie, aber auch der klinischen Psychologie und der Rehabilitationsdisziplinen ist ihnen sehr zu wünschen.«
Univ.-Prof. DDr. H. P. Kapfhammer, Universitätsklinik für Psychiatrie, Graz
in: Journal für Neurologie, Neurochirurgie und Psychiatrie 2/2004