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Leonardas GutauskasBriefe aus ViešvilėRoman |
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Aus dem Litauischen von Klaus Berthel |
24,50 SFr |
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Philosophisch-Ethisches gilt beinahe als obsolet in der Gegenwartsliteratur, aber gerade diese Kategorie nimmt einen zentralen Stellenwert ein in der Prosa Gutauskas’. In »Briefe aus ViešvilÄ—« bekennt der Held des Romans – und durch ihn der Autor – mit einfachen, ja kargen Worten, dass ihn »die Geheimnisse der Erde und des Himmels quälen, und das Schicksal der Seele«.
Nicht das Gerüst einer traditionellen Fabel, nicht die üblichen Kollisionen und Personenkonflikte sind in dieses Werk eingegangen, es dominieren moralisch-metaphysische Aspekte.
Deutlich ist der Versuch, an die stillen und verborgenen Werte des Lebens zu erinnern und diese zum Sprechen zu bringen. Gutauskas scheut sich nicht, naiv, offen, ja altmodisch zu erscheinen. Er zielt auf die Dimensionen des Ewigen, indem er daran erinnert, wie zeitverhaftet wir sind. Das Poetische ist hier nicht strukturelles Detail, es zielt aufs Ganze.
Gutauskas hat das Wesenhafte des Seins im Blick. Und das des Nichtseins.
Leonardas Gutauskas, litauischer Maler und Schriftsteller, wurde 1938 in Kaunas geboren. Nach Beendigung der Kunstakademie in Vilnius (1966) nahm er an Ausstellungen teil und lehrte als Kunstdozent. Seine ersten Gedichte veröffentlichte er 1961, später auch selbst illustrierte Lyrikbände für Kinder. Heute ist Gutauskas vor allem als Romanautor bekannt. Große Aufmerksamkeit erregte sein mehrbändiger Roman »Vilko dantuË› karoliai« (»Die Wolfszahnkette«).