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Wolfgang Manekellerscheues wild wahrheitGedichte, Aphorismen, Prosa |
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1. Auflage 2002, 100 Seiten, |
23,00 SFr |
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Der sich entziehenden Anwort auf die Frage, was die Wahrheit und wo sie zu finden ist, geht Wolfgang Manekeller in diesem Buch nach. Dass er bei seiner Suche den falschen, gleißnerischen Sprachgebrauch entlarvt, wie er in Talk-Shows und Quiz-Sendungen oder in den Sätzen der Politiker und Journalisten wuchert, zeigt die leidenschaftlich unternommene didaktisch-pädagogische Absicht, den Zusammenhang zwischen Sprache, Denken und Handeln aufzuzeigen.
Die Lektüre ist nicht nur ein sprachhygienischer Genuss, sondern auch ein poetisches Leseerlebnis, das zu ur-alten Lebens- und Sinnthemen führt. Als Widerständler gegen das neudeutsche Denglisch, als Verteidiger der wehrlosen Tiere, als Chronist des Zeitgeschehens und als Kritiker des Zeitungsgeistes mit seinen verderbten Manieren weist sich Manekeller ebenso couragiert aus wie als streitbarer Pazifist oder als handwerklich versierter moderner Lyriker.
Die Gedichte sind noch geschliffener, noch reduzierter auf das Wesentliche der Aussage, die sich hinter den sichtbaren Zeichen ahnen lässt. Bissig, zornig, heiter, witzig, satirisch, sinnierend und konstatierend, aber auch skeptisch sich selbst gegenüber entrollt das Buch den Facettenreichtum der Gedanken, Gefühle und literarischen Verweise. Natorp, Reiners, Schneider, Goethe, Kant, Domin und Adorno sind gleichgesinnte Weggefährten.
Im letzten Kapitel behauptet sich Manekeller als Praktiker, der konkrete Hinweise für die Entstehung eines Gedichtes gibt. Diese Handreichung ist ein Plädoyer für das Gedicht als kleinste Form einer Überlebenschance. Hellsichtig, logisch-entwickelnd stellt er seine Redlichkeit als Hüter der Sprache unter Beweis und bietet sprachliche und gedankliche Kreativität als seinserhellenden Prozess, der den Leser »mit-nimmt« und anregt.
Lyrik, Aphorismen
Lyrik, Aphorismen, Gedanken über Gedichte
Begegnungen und Erfahrungen mit Kindern