Zur Freiheit berufen

Richard Riess, Emil Heinemann (Hg.)

Zur Freiheit berufen

Das ehemals freie Reichsdorf Sennfeld. Ein Portrait

1. Auflage 2017, 272 Seiten mit zahlreichen Abb., Hardcover
Leinen 21,0 x 28,0 cm
ISBN: 978-3-7455-1005-8

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Der vorliegende Band ist eine Hommage der beiden Herausgeber, des Praktischen Theologen Richard Riess und des Bürgermeisters Emil Heinemann, an ihre Herkunft, das ehemalige Freie Reichsdorf Sennfeld. Das facettenreiche Portrait dieses fränkischen, über tausend Jahre alten Ortes ist in der Tat eine historische Besonderheit – eines der wenigen Beispiele für ein vordem »Kaiserlich unabhängiges und freies Reichsdorf« in Deutschland, das den Mut hatte, schon frühzeitig (im Jahr 1540) die Reformation einzuführen und sich Jahrhunderte hindurch gegen gewaltige Widerstände des katholischen Umlandes (vor allem des Fürstbistums Würzburg) zu ihr zu bekennen. Das eindrucksvoll darzustellen, verdankt diese farbenfrohe und aufwendig gestaltete Anthologie einer Reihe von namhaften Autorinnen und Autoren, Historikern zumal, und Kunstkennern auch, die darüber hinaus das künstlerische Werk des protestantischen Bildhauers Helmut Ammann vorstellen, das er nach dem Krieg für die zerstörte und wiederaufgebaute Dreieinigkeitskirche in Sennfeld geschaffen hat.
Man mag den besonderen Wert des Bandes auf den ersten Blick hin in seiner spezifischen Bedeutung für Franken sehen, wird dann aber in wachsendem Maße überrascht sein zu entdecken, dass seine Sicht weit darüber hinausgeht und Themen in den Blick nimmt, die unsere Zeit allenthalben betreffen: Freiheitsbewusstsein und Selbstverantwortung, Glaubenstreue und innere Gewissheit, kulturelles Gedächtnis und Heimatgefühl, religiöse Identität und protestantisches Profil im Mainstream der globalisierten Postmoderne. In der Tat, ein Ausdruck von reformatorischer Freiheit im Wandel der Zeiten und eine Antwort auch auf die Grundfragen des Menschen überhaupt: Wo komme ich her? Worauf gehe ich zu? Was sind denn tief innen meine Wurzeln und die Quellen meiner Kraft im Leben und im Sterben?