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Rolf F. SchüttDie Irren sind auch nicht mehr die einzig NormalenErzählungen |
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1. Auflage 1997, 108 Seiten, |
12,00 SFr |
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Rolf Schütts Erzählungen entwerfen eine Welt neben der Welt – oder innerhalb? Die Grenzen zwischen Traum und Wirklichkeit verwischen, so daß man sich letztlich fragen muß, ob man sich nun auf einer fiktiven oder realen Ebene befindet.
Und selbst in der Realität tun sich hinter der großbürgerlichen, geordneten Fassade Abgründe auf, die einen verschlingen, wenn man nicht vorsichtig genug ist. Furiose Monologe, die in rasanter Geschwindigkeit bitterböse Wahrheiten und entlarvende Sprachgeschosse auf den Leser abfeuern, wechseln ab mit traumwandlerischen, poetischen Szenen, die die Schönheit und den Reiz des Alltäglichen preisen, oft genug vergraben unter einem Berg von Müll und Unrat und angesichts dessen zumeist übersehen. Oder es tritt der umgekehrte Fall auf: An dem strahlenden glatten Lack wird dermaßen heftig gekratzt, daß darunter Brüchigkeit und Verwesung zutage treten. Dieses Moment des Ent-deckens sowohl des Schönen als auch des Schäbigen, des Guten sowie des Bösen, das entlarvende Spiel mit Wahrheit und Lüge macht die Spannung der Erzählungen aus, deren Handlungsverlauf immer wieder überrascht und die in ihrer Sprachgewalt atemberaubend und faszinierend zugleich sind.
Geschichten und Virtuosenstücke