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Helmut Danner
Verantwortung in Ethik und
Pädagogik
(Pädagogik: Perspektiven und
Theorien, herausgegeben von Johannes Bilstein, Bd. 14)
1. Auflage 2010, 332 Seiten,
Format 21 x 14 cm
ISBN 978-3-89896-389-3, Broschur, 24,50 Euro, 42,00 sFr
Best.-Nr. 389
Gesellschaft, Politik und nicht zuletzt Ökologie fordern
in zunehmendem Maße vom Einzelnen und von Institutionen
Verantwortung. Gleichzeitig etabliert sich in Deutschland
eine Bildungsreform, die sich an ökonomischer Brauchbarkeit
orientiert und damit Bildung nicht mehr gerecht wird. Diese
Situation verlangt nach einer Erhellung des Phänomens
Verantwortung, wenn den gesellschaftlichen Erfordernissen
Rechnung getragen, und nach pädagogischer Besinnung, wenn
der Mensch nicht auf einen ökonomischen Faktor reduziert
werden soll. Helmut Danner reflektiert Verantwortung und
Pädagogik vor dem Horizont einer (im hermeneutischen Sinne)
sinn-haften Welt. Auf historischem Hintergrund analysiert
und strukturiert er das Phänomen Verantwortung und gelangt
so zu zwei Verantwortungs-Typen: einer juridischen und einer
existentiellen Verantwortung, d. h. einer Verantwortung im
Sinne der Pflichterfüllung und einer entschiedenen,
persönlichen Lösung von Problem-Situationen. Zugleich wird
das Wesen von Erziehung erhellt, deren Verantwortung eine
existentielle ist.
Der Autor stellt Verantwortung als anthropologische und als
ethische Kategorie dar und basierend darauf ihren Ort in
Erziehung, Bildung und Erziehungswissenschaft. Die
Strukturanalysen von juridischer, existentieller und
pädagogischer Verantwortung zeigen, dass Verantwortung ein
komplexes, vielschichtiges Phänomen ist, dessen Elemente
berücksichtigt werden müssen, sobald von Verantwortung die
Rede ist. Sie geben zugleich Hinweise für den pädagogischen
Kontext. Somit legt Danner einen Beitrag zu einer
›Verantwortungs-Ethik‹ vor sowie zu einer allgemeinen
Pädagogik unter der Perspektive der Verantwortung. Vor allem
zeigt sich die gegenseitige Bedingtheit von Verantwortung
und Bildung. Der Autor erarbeitet grundlegende Einsichten,
die für die Praxis – auch für eine Bildungsreform – leitend
sein können.
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